Tour 1180 – Brüggen-Genholt – Brachter Wald-Pfad

Wandern durch ein Munitionsdepot

Parkplatz 41379 Brüggen-Genholt, Sankt-Barbara-Straße und weiter in die Holter Heider zum „Parkplatz zum Depot“  (auch in die Karte schauen)
Typ Rund
Länge 5,7 km
Schwierigkeit Leicht
Höhenmeter Eben
Literatur Reisen für Alle
Auf Karte Reisen für Alle
Beschilderung , weißes W auf braunem Grund
Wegbeschaffenheit Asphalt, Schotter und Waldwege
Bemerkenswertes Wandern im ehemaligen Militärgebiet, Splitterschutzwälle, Heide
Links Brüggen, Brachter Wald,
Bewertung

 ★★★☆☆ 

Details:

Auch im Winter eine schöne Wanderung

Auch im Winter eine schöne Wanderung

Vom Parkplatz geht es durch ein Tor im Zaun auf das Gelände des ehemaligen Munitionsdepot. Auf der anderen Seite des Zaunes weiter geradeaus. Am nächsten Zaun geradeaus eine Halle passieren. Auch an der folgenden Kreuzung die Laufrichtung beibehalten. Zur Rechten sieht man zum ersten Mal sehr gut die alten Spitterwälle. Man erreicht eine weitere Kreuzung mit Halle und biegt nun links ab. Über eine Lichtung erreicht den Waldrand und der Weg schwenkt nach rechts. An der nächsten Möglichkeit nun nach links abbiegen. Hier wandert man dicht an den Splitterwällen vorbei, um schließlich rechts abzubiegen. Nun weiter bis zum T-Stück und dort nach rechts wenden um gleich darauf eine große Mulde gegen den Uhrzeigersinn zu umwandern.

Das Munitionsdepot
Brüggen-Bracht war einmal das größte Munitionsdepot in Westeuropa: Bis zu 45.000 Tonnen konventionelle Munition lagerten hier. Mit der Räumung des Geländes beendete die britische Rheinarmee ein langes Kapitel der Nachkriegsgeschichte am Niederrhein. Diese Ära war lange geprägt von einem wirtschaftlichen und politischen Machtkampf zwischen West und Ost und einem der beiden Machtblöcke. Im Zweiten Weltkrieg hatten die USA, Großbritannien, Frankreich und die damalige Sowjetunion noch Seite an Seite gegen das nationalsozialistische Regime in Deutschland gekämpft. 1945 übernahmen dann die Siegermächte Verantwortung für die Neuordnung des öffentlichen Lebens. Die westlichen Staaten einerseits und die Sowjetunion andererseits führten jedoch unterschiedliche gesellschaftliche und politische Systeme ein – Deutschland wurde geteilt. Der Konflikt zwischen West und Ost mündete in eine politische Eiszeit, den „Kalten Krieg“. Die West-Alliierten unterhielten daher auch nach der Gründung der Bundesrepublik militärische Stützpunkte in Westdeutschland. Dazu gehörte auch das Munitionsdepot Brüggen-Bracht. Mitte der 80er-Jahre führten umfassende Reformen in der Sowjetunion zum Zerfall des Ostblocks und ermöglichten eine Überwindung der Teilung Deutschlands. 1989 fiel die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten. Die Briten räumten das Depot in Brüggen-Bracht 1996, nachdem sie zuvor von dort aus noch ihre Truppen im Golfkrieg 1991 mit Munition versorgt hatten.

Quelle: Infotafel am Wegesrand

Der Weg mündet schräg ein. Man hält sich links. Eine ehemaligen Bahntrasse wird gequert. Anschließend biegt man links ab. Nun wandert man eine ganze Weile einfach geradeaus und passiert dabei eine Grube. An deren Ende biegt man links ab. Wieder ist man für eine Zeitlang nur geradeaus unterwegs. Der Aussichtsturm ist im Februar 2021 leider kaputt. Dann gesellt sich zur Rechten ein Zaun zum Wanderweg. Dort, wo der Zaun wieder endet, rechts abbiegen. Es geht an einem versteckten Unterstand vorbei und der Weg knickt entlang eines weiteren Zauns nach links. Ohne abzubiegen, erreicht man die vom Hinweg bekannte Strecke, auf der es nun nach rechts zurück zum Parkplatz geht.

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