Tour 1086 – Hattingen – Essener Wanderbuch für Autofahrer und Fußgänger – Nach Hattingen

Wandern wie anno dazumal

Parkplatz 45525 Hattingen, Friedrichstraße 74 (alternativ an der Schulenburg)
Typ Rund
Länge 8,5 km
Schwierigkeit Mittel
Höhenmeter hügelig, teils steile An- und Abstiege
Literatur Essener Wanderbuch für Autofahrer und Fußgänger von 1962
Auf Karte Siehe Original-Skizze
Beschilderung Keine
Wegbeschaffenheit Stufen, Wohnstraßen, Bürgersteige, Wirtschaftswege, Waldwege
Bemerkenswertes  Ausblicke, Buchenwald, Bismarckturm, Kriegerdenkmal, das viele Grün
Links Hattingen,
Bewertung

 ★★★☆☆ 

Weitere Informationen zum Thema „Wandern wie anno dazumal„.

Details:

Damals …..
Originalkarte mit ursprünglicher Beschreibung

Durch die Stadt Hattingen oder vom Bhf. H.-Stadtwald aus nach Haus Schulenburg (Trpt. m. X R und 17, diesen folgen), von da über die Bredenscheider Straße durch einen Hohlweg abwärts gehen wir durch das Sprockhövelerbachtal zur Gaststätte Jägerhaus, verlassen hier die Straße und wandern über das Wiesental, dann halbrechts aufwärts (Stufen!) (mit X R und 17) an einer Kanzel vorbei durch Wald, freies Feld, wieder Wald und dann am Waldrand entlang (Trpt. mit ◊3) in den Wald bis zu einem Haus und Steinbruch (hier Tr. von X R und 17, mit ◊3 weiter). Hier setzen wir unseren Weg rechts durch Wiesen und Felder wieder zum Wald, dann etwas aufwärts zu einem trigonometrischen Punkt an einem Bauernhaus und an einem verlassenen Steinbruch vorbei fort und steigen im Walde steil abwärts ins Sprockhövelerbachtal. Wir überschreiten Tal und Straße, gehen über die Johannessegenerstraße (mit ◊3 bis Trpt. mit ◊8,hier ◊3 verlassen und ◊8 folgen) und nach rechts weiter über die Brücke am Bahnhof Bredenscheid, durch die Felder und unter der Seilbahn hindurch in den Wald, dann an Siedlungshäusern vorbei zu einer Straße (mit ◊8) und zum Haus Friede. Dort wenden wir uns von der Straße weg auf einen Feldweg (Schreppingshöhe) aufwärts zum Wald (Hattinger Stadtwald), wandern etwas aufwarts, nochmals unter der Seilbahn hindurch und abwärts zu Talweg und auf diesem (mit ◊8) weiter zur Straße. Dieser folgen wir nach rechts, verlassen sie (und ◊8!) vor einem offenen Schutzhüttchen, gehen rechts an diesem vorbei, dann links auf einem Fußweg über die Straße hinweg (Trpt. mit X R, X l7 und ◊4, weiter mit X 17) in derselben Richtung links dem Wege nach (mit X 17, X R und ◊4 gehen halbrechts ab!) etwas aufwärts, dann an einer scharfen Linksbiegung des Wanderweges (hier X 17 verl.) geradeaus weiter (ohne WZ) zum Bismarckturm. Vom Turm aus kehren wir links abwärts über die Stufen und das Kriegerdenkmal (Trpt. mit X 17, diesem rechts folgen) zum Haus Schulenburg zurück.

H a t t i n g e n ist eine alte Handwerks- und Handelsstadt, die, wie viele anderen Ruhrgebietsstädte, ursprünglich aus einem Reichshof entstand. Ursprünglich Besitz des Benediktinerklosters Deutz, erhielt sie 1396 Stadtrechte und war Mitglied der Hanse. An der Westgrenze der Grafschaft Mark, dessen Vogtei sie unterstand, und an einer alten Handelsstraße von der Ruhr ins Wuppertal gelegen, kam sie durch die Grafen von der Mark früh zu Rechten und Wohlstand. Im 13. Jahrhundert wurde sie von mehreren großen Bränden, im 16. Jahrhundert von der Pest fast vernichtet. Sie enthält noch zahlreiche Fachwerkhäuser des
alten Ackerbürgertums, meist aus dem 18. Jahrhundert, deren älteste, z.B. das „ Bügeleisen“ am Haldernplatz, sogar noch aus der Renaissance stammen. Das alte Stadtbild mit den vorkragenden schwarz-weißen Fachwerkbauten ist noch an vielen Stellen erhalten und lohnt einen Rundgang durch den Stadtkern. Es empfiehlt sich, schon am Bahnhof Hattingen auszusteigen. Besonder sehenswert sind die alten Häuser und Gassen um die Kirche St. Georg mit ihrem schiefen Helm und das alte Rathaus, in dem das Heimatmuseum untergebracht ist. Dieser Renaissancebau (1576) zählt zu den schönsten Rathäusern Westfalens. Westlich
liegt auf steiler Sandsteinklippe die Ruine von Burg Klyft, einstmals Sitz des Hattinger Vogtes, südwestlich die geringen Reste der Isenburg (s. S. 103). Heute ist Hattingen zur Industriestadt, u.a. für Kleineisenindustrie, geworden. Eines ihrer bedeutendsten Werke ist die Henrichshütte. Die Wanderung führt durch die landschaftlich reizvolle Terrassenlandschaft der letzten Steinkohlengebirgs-Rücken südlich der Ruhr, zerteilt durch die Ruhr und die vom Nordhang des Bergischen Landes der Ruhr zufließenden Bäche, z.B. den Sprockhövelerbach. Weite Blicke geben eine gute Übersicht über diese Landschaft, z.B. vom Bismarckturm (Wasserturm der Winzer Mark, Isenberg, Ruhrtal, Niederwenigern, Altendorf, Essen Steele, Dahlhausen, Bochum, Hattingen usw.) bis in die angrenzenden Landschaften des Hellweges im Norden und des Bergischen Landes im Süden.

…. und Heute
Felsen, Wälder, grüne Höhen

Der Bismarckturm ist das einzige graue an dieser Wanderung

Der Bismarckturm ist das einzige graue an dieser Wanderung

Die Runde folgt fast immer der alten Originalstrecke von 1962 und ist Liebhabern von Ruhrgebietswanderstrecken sehr zu empfehlen.

Ich parke an der „Friedrichstraße“ gegenüber von Hausnummer 74. Alternativ kann man auch an der „Schulenburg“ parken. Von beiden Parkplätzen beginnt die Wanderung an der Kreuzung „Schulenburgstraße /Waldstraße/Friedrichstraße“ Je nach Parkplatz folgt man entweder der „Friedrichstraße“ geradeaus oder aber biegt rechts in sie hinein. Die Straße führt mit 9 % Gefälle abwärts und ohne das man abbiegen müsste, erreicht man die „Bredenscheider Straße“. Man folgt ihr noch ein kurzes Stück in Laufrichtung. Dann gilt es diese viel befahrene Landstraße vorsichtig zu überqueren, um in den Weg „Sünsbruch“ abzubiegen. Man überquert den „Sprockhöveler Bach“ und steigt anschließend halb rechts eine Vielzahl von Stufen hinauf. Dabei passiert man auch die im Buch beschriebene Kanzel. Felsen flankieren den Weg zur Rechten. Nach den letzten Stufen führt der Trampelpfad recht eben über die Höhen. An einer Koppel geht es auf etwas breiterem Weg weiter geradeaus. Am nächsten Abzweig halb rechts weiter geradeaus (damals ging es wohl links weiter – dieser Weg ist aber mittlerweile versperrt.). Den folgenden Abzweig nach rechts ignorieren und an einem größeren Haus vorbei mit weiten Blicken auf Hattingen die Wanderungen fortsetzen. An der nächsten Kreuzung rechts abbiegen und dem „Ruhrhöhenweg“ folgen. Diesen nun einfach eine Weile nicht verlassen. Erst an einem T-Stück wendet man sich nach links, um gleich darauf wieder rechts in den „Salzweg“ abzubiegen. Dieser Wirtschaftsweg führt mit großartigen Ausblicken abwärts. Man erreicht einen Abzweig bei „Salzweg 24“ und wendet sich nach rechts in den Wald. Bald zeigt ein Wegezeichen nach links. Dieser Weg ist aber vollkommen zugewachsen. Daher geht es noch ein kurzes Stück weiter in den Wald. Hier hat sich ein Trampelpfad, etabliert der nach links an einen Zaun führt. Dort nun dem Zaun und dem Wanderweg nach rechts zu einem T-Stück folgen und dort links abbiegen. Herrlich geht es hier durch den Buchenwald. Steil bergab allerdings auch. Trittfestigkeit ist hier wichtig. Recht unvermittelt muss man dann links in einen noch schmaleren Waldpfad abbiegen. Es gilt ein kleines Tal zu umwandern. Man hält sich wenig später rechts und trifft auf einen Querweg. Auch diesem nun nach rechts folgen. Den rotgrundigen Weg einfach nicht verlassen. Er führt an eine Straße, welcher man noch ca. 150 Meter geradeaus und ein weiteres Mal über den „Sprockhöveler Bach“ folgt. Anschließend wird auch die „Bredenscheider Straße“ überquert und es geht in die „Johannessegener Straße“ welcher man aber kurz darauf wieder nach rechts in die Sackgasse „Am Bahnhof“ verlässt. Nun geht es kräftig aufwärts. Der Bahnhof existiert nicht mehr, aber die ehemalige Schienentrasse wird dann auf einer Brücke überquert. Am nächsten Abzweig wendet man sich nach rechts und hinunter zu einer Straße. Diese vorsichtig überqueren, noch ein paar Meter in Laufrichtung folgen und dann scharf links wieder in den Wald aufsteigen. An der kommenden Wegegabel rechts halten. Der Weg verliert an Höhe, wird zu einem Hohlweg und entlässt einen schließlich in Wohnbebauung. Der gepflasterten Straße zunächst abwärts folgen, dann wieder bergan in die „Habichtstraße“ wandern. Dieser folgt man im weiten Linksbogen, vorbei an manch imposanten Wohnhaus, eine ganze Weile. Vor der Hausnummer 77 nach rechts wenden und anschließend in der nächsten Kurve geradeaus und aufwärts in den Feldweg „Schreppingshöhe“ wandern. Es geht an „Haus Friede“ vorbei, der Weg schwenkt nach links und man wandert wenig später rechts in die Straße „Am Zippe 42“. Durch das flache Tal geht es gleich darauf wieder hoch an den Waldrand.Dort angekommen den linken Weg hinauf in den Forst nehmen. Kurz darauf rechts und gleich wieder links herum wandern. An der Wegegabel rechts bleiben und abwärts wandern. Hinter der Schranke dem breiten Weg in Laufrichtung nach links bis zu einer Straße folgen. Entlang dieser geht es nach rechts. Hier ist die Beschreibung des Buches nicht mehr nachzuvollziehen. Die dort erwähnte Schutzhütte existiert wohl so nicht mehr. Daher wendet man sich an einem kleinen Parkplatz nach links auf einen Fußweg und erreicht eine andere Schutzhütte. Hier den ersten der beiden nach rechts führenden Wege nehmen. Am T-Stück abermals nach rechts wenden. Man trifft auf zwei Brücken, die nicht mehr passierbar sind. Allerdings hat sich parallel zu ihnen ein Trampelpfad etabliert und man kann seine Wanderung fortführen. So erreicht man eine größere Wegespinne. Hier passt die Beschreibung im Buch wieder und man bleibt der Laufrichtung leicht bergan treu. Wenig später, in einer scharfen Linkskurve, weiter geradeaus wandern. Auf diese Weise kommt man zum Hattinger „Bismarckturm“.

Der Hattinger Bismarckturm
Der Turm bietet eine Aussicht über die Hattinger Altstadt, Winz-Baak und das Ruhrtal. Weiter entfernt sind die Bürotürme der Essener Innenstadt zu erkennen.

Im Frühjahr 2004 kam es zu Beschädigungen des Turms aufgrund von Vandalismus. Das Bauwerk wurde bis zum Herbst 2007 saniert. Der Eingang wurde durch eine Stahltür gesichert. Der Schlüssel für das Bauwerk konnte in dem naheliegenden Restaurant Die Neue Schulenburg gegen Kaution bzw. Vorlage des Personalausweises entliehen werden.

Quelle: Wikipedia – Link zum gesamten Beitrag

Nun den Stufen abwärts folgen. Dann gleich noch einmal die Stufen nach links und hinunter wählen. Zur Linken liegt ein Ehrenmal. Der Wanderweg führt jedoch nach rechts zur „Neuen Schulenburg“. An dieser vorbei geht es abwärts zur schon bekannten Kreuzung. Links liegt der Ausgangspunkt dieser sehr schönen Ruhrgebietswanderung.

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