Tour 1047 – Hornbach – Paradiesgartenweg

Zwischen Saarland, Rheinland-Pfalz und Frankreich

Parkplatz 66500 Hornbach, Bahnhofstraße 4 (Wanderparkplatz)
Typ Rund
Länge 11,2 km
Schwierigkeit Mittel
Höhenmeter 480 Höhenmeter
Literatur Webseiten des deutschen Wanderinstitut
Auf Karte Wanderarena
Beschilderung , stilisierte weiße Sonne über Hügeln auf rotem Grund
Wegbeschaffenheit  Wald- und Wiesenwege, Schotter und Straßen
Bemerkenswertes Gimpelwaldhütte, Becherbach,Schwalbaue, Spitzbubenbrücke, Klosterschänke, Klosterhotel Hornbach
Links Hornbach, Gimpelwaldhütte, Schwalbaue, Klosterhotel Hornbach
Bewertung

 ★★★★☆ 

Details:

Grenzerfahrung

Grenzerfahrung

Mitte Oktober waren wir, wie seit vielen Jahren, zu einem Kurzaufenthalt im Saarland. Freunde, die wir vor Jahren bei einem gemeinsamen Urlaub kennenlernten, wohnen und arbeiten dort. Und auch sie wissen von meiner Wanderleidenschaft. So kam es, das sie uns bei ihrem Besuch hier in Nordrhein-Westfalen, einluden beim nächsten Aufenthalt im Saarland den „Paradiesgartenweg“ gemeinsam zu wandern. Der „Paradiesgartenweg“ ist ein Premiumwanderweg mit 59 Punkten und liegt im Dreiländereck Saarland, Rheinland-Pfalz und Frankreich. Ausgangspunkt ist die „Klosterstadt Hornbach“. Dort parken wir an der „Pirminiushalle“. Pirminius war ein Wandermönch der hier auf seiner Wanderung das Benediktinerkloster gründetete. Vom Wanderparkplatz startet man gleich zu Anfang schon einmal quer über eine Wiese. Auch wenn kurz darauf erst einmal ein Wohnmobilstellplatz wie auch eine Sportanlage umrundet werden müssen, schon einmal ein vielversprechender Anfang. Danach beginnt der Anstieg zur „Gimpelwaldhütte“. Eigentlich war diese zur Einkehr vorgesehen, aber zum einen ist es jetzt noch zu früh, zum anderen wird später ein Ereignis unsere Entscheidung verändern. Weiter an Höhe gewinnend geht es aus dem Wald hinaus und mit unheimlich schönen und weiten Ausblicken verlässt man die Südwestpfalz und erreicht das Saarland. Noch kurz davor legen wir an einem wunderbaren Rastplatz unser erstes Picknick ein. Die saarländische Küche, besonders die unserer Freunde, ist umwerfend. Wir stärken uns ausgiebig. Nun folgen abwechslungsreiche Wald- und Feldabschnitte. Immer wieder begleiten weite Aussichten den Weg. Schließlich erreichen wir den „Becherbach“ und den See, den dieser bildet. Pause! Aber wir sind nicht die Ersten. Ein kleiner weißer Lieferwagen steht dort. In Anzug und Schürze baut ein junger Mann dort einen Tisch auf, schleppt Rechaud’s herbei. „Das wäre doch nicht nötig gewesen!“, denke ich. Aber all diese Dinge sind nicht für uns. Es wird eine Wandergruppe erwartet die vom nahen „Klosterhotel Hornbach“ gestartet sind. Und Zack, hat sich die Wahl unserer Schlusseinkehr rasch geändert. Da es hier gleich voll wird, umrunden wir den kleinen See und rasten in etwas Entfernung erneut. Die Rucksäcke werden leichter, wir Wanderer schwerer. Und dann steigt der Weg an. Einsam am Horizont, über Felder hinweg, sieht man einen einzelnen Baum. Dort hinauf muss man. Aber nur um wieder kräftig bergab zu steigen. Durch die „Schwalbaue“ erreicht man die „Spitzbubenbrücke“. Und dann hört man sie – die Motocrossfahrer von „Schweyen“. Das gesurre der Motoren wird uns eine Weile begleiten. Und doch folgt nun ein Abschnitt, auf den ich mich besonders freue. Haben sie Ihren Personalausweis dabei? Denn es geht nach Frankreich. Mitten auf dem freien Feld. Links Deutschland, rechts und unter den Füßen, Frankreich. Ein weiteres Land ist nun im Wanderblog vertreten. Der Aufstieg ist grenzwertig, wie auch die Gegend. Einhundert Höhenmeter müssen hier entlang der Grenze überwunden werden. Dann stößt man auf eine Straße. Wieder in Deutschland geht es an Mistel behangenen Obstbäumen wieder auf die Klosterstadt zu. Durch den Dorfkern erreicht man den Ausgangspunkt dieser tollen Wanderung. Ach ja, danach ging es tatsächlich noch in die „Klosterschänke“ des „Klosterhotel Hornbach“.

 

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