Tour 992 – Bad Breisig – Rheinecker Felsenweg

Auf zur Reutersley

Parkplatz 53498 Bad Breisig, Albert-Mertes-Straße 11
Typ Rund
Länge 7,3 km
Schwierigkeit Mittel
Höhenmeter Kräftige und lange Steigungen
Literatur Keine Angaben
Auf Karte Keine Angaben
Beschilderung , schwarze 8 auf gelben Grund
Wegbeschaffenheit Waldwege, Asphalt
Bemerkenswertes Bad Breisig, Römertherme, Burg Rheineck, Reutersley, Geyrsprudelquellle
Links Bad Breisig, Römertherme, Burg Rheineck,
Bewertung

 ★★★★☆ 

Details:

Hohlweg zur Reutersley

Hohlweg zur Reutersley

Hochoffiziell startet man mit der „Römertherme“ im Rücken zum zentralen Brunnen und weiter geradeaus zur Straße. Dort nach rechts und wenig später wieder rechts herum in die „Brunnenstraße“ wandern. Vor den Tennisplätzen biegt man rechts ab. Vorbei an der „Geyrsprudelquelle“ geht es an den Fuß eines Höhenzuges und hier nach links. An der ersten Serpentinen-Kehre weiter geradeaus gehen. Auf dem schmalen Pfad gewinnt man schnell an Höhe, überwandert einen kleinen Wall und trifft schließlich auf einen breiten Querweg, der einen nach links zur „Mariensäule“ führt.

DIe Mariensäule
Mariensäule 12m Höhe 1957 Erbaut 1996 Restauriert Zum Dank für die wiedersprudelnde Marienquelle, dir durch die Bombenabwürfe zum Ende des Krieges versiegt war, ließ 1957 Frau Gertrud Schuh der Muttergottes eine Statue aus Basaltlava errichten.Während die eine Hand Mariens eien Wasserschale hält, segnet die Rechte deren Inhalt und gleichzeitig den vor ihr am Bergfuße emporquellenden Mariensprudel. Quelle: Informationstafel

Danach passiert man eine Freizeit- und Bildungseinrichtung. Auf der Höhe der „Rheinruhe“ erreicht man ein großes Wegekreuz und wendet sich nach links. Der schmale Pfad windet sich herrlich am Hang und entlang von Wiesen. Neben einem Aussichtspunkt mit Bänken bleibt man rechts dem oberen Weg treu. Nach dem queren einer Hangwiese führt der Weg wieder in den Wald. Dort teilt er sich und man wandert bergab. Der Weg endet am „Vinxtbach“ an einer Straße. Dieser Bach trennte zur Römerzeit Ober- von Niedergermanien.

Der Vinxtbach
Vinxtbach – Römische Provinzgrenze – Limes ~ Nach der Eroberung Galliens durch Cäsar (58 -51 v. Ch.) war das linksrheinische Gebiet Teil des Römischen Reiches. Durch Kaiser Domitian, 87 n. Ch., wurden die bisher unter Militärverwaltung stehenden germanischen Bezirke am Rhein als Provincia Germania Superior (Obergermanien) mit Hauptstadt Mainz und Germania Inferior (Niedergermanien) mit Hauptstadt Köln neu geschaffen. Die Grenze bildete der Vinxtbach (von keltisch „Abrinca“ und römisch „ad fines“ = Grenze). Legionäre, die hier ihren Dienst als Elitetruppe (beneficarii) versahen, hinte rließen einen Votivaltar, dessen Inschrift die Provinzgrenze dokumentiert (zu sehen in der St. Marien Kirche). Der preußische Oberstleutnant F. W. Schmidt entdeckte ihre historische Bedeutung sowie auch den Beginn des LIMES auf der rechten Rheinseite Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Grenze behielt ihre Bedeutung als Sprachgrenze zwischen moselfränkischer und rheinfränkischer Mundart und als Grenze zwischen den Bistümern Kurtrier und Kurköln. Der auf dem rechten Rheinufer beginnende LIMES führte den Schutz des Imperiums bis zur Donau fort Quelle: Informationstafel

Über die Straße geht es hinweg und gleich darauf nach rechts in die „Mühlenstraße“. Dieser folgt man nun eine geraume Zeit. Erst unmittelbar vor dem Eingang eines Campingplatzes wendet man sich scharf nach links und beginnt nun einen mühsamen Aufstieg. Der schmale und urige Weg hat es in sich. Trittsicherheit und Kondition ist hier gefragt. Nach dem geraden Aufstieg folgen noch einige weitere serpentinenartige Höhenmeter, bevor man auf einen gepflasterten Weg tritt. Nun nach rechts zum steinernen Kreuz wandern. Die Pflasterstraße führt hinauf zur nicht öffentliche zugänglichen „Burg Rheineck“. Die Wanderung führt am Kreuz nach rechts und an einem Findling vorbei. Hier beginnt die Schleife zur „Reutersley“. Am T-Stück hinter dem Findling nach rechts wenden. Es geht durch eine kleine Felspassage. Danach folgt man dem schmalen Pfad eine ganze Weile entlang der Hangkante. Dann teilt sich der Weg – man hält sich links. Aufgrund des vielen Laubs geht es gefühlt quer durch den Wald, bis man auf einen gut erkennbaren Weg stößt. Auf diesem geht es scharf links weiter. Auf dem folgenden wunderbaren schmalen Pfad durch den Wald kann man sich nicht verlaufen. Immer wieder geben die Bäume rechts einen Blick auf den Rhein frei. An einem T-Stück geht es nur wenige Meter nach links, den ersten Querweg ignorieren, den zweiten aber nach rechts nutzen. Und wieder kommt das Gefühl des Querfeldeinwanderns auf, bis man einen Aussichtspunkt mit Blick auf die nun in der Ferne liegenden „Burg Rheineck“ erreicht. An der Bank vorbei setzt man seine Wanderung nun wieder leicht ansteigend fort. Die nächste Kreuzung geradeaus durchwandern. So erreicht man schließlich den Aussichtspunkt „Reutersley“. Bei gutem Wetter kann man hier bis zum Drachenfels schauen. Bei meinem Wetter reicht der Blick gerade bis zum Rhein. Von diesem Punkt wendet man sich nach rechts bergab. Welchen Weg man wählt, ist egal. Der eine ist offensichtlich steil, der andere führt sachte über eine Serpentine später nach links, so das sich beide Wege treffen und links herum zu einem T-Stück mit nacktem Fels. Hier wendet man sich nach links und steigt entlang eines Seiles kräftig bergab. Am Ende des Seiles trifft man auf die vom Hinweg bekannte Strecke und wandert zurück zum steinernen Kreuz. Nun auf dem gepflasterten Weg, wenig gelenkschonend, kräftig bergab wandern. Erst hinter einer Bushaltestelle hält man sich links. An einem Findling vorbei, geht es über Treppenstufen hinunter zum Vinxtbach. Dem Bach folgt man nach rechts. Es geht unter zwei Brücken her. Eine, die „Wagrambrücke“, wurde unter Napoleon geplant und 1813 eröffnet.

Zur Geschichte Wagram-Brücke
Wagram-Brücke Im Jahre 1806 wurde die Rheinecker Straßenbrücke durch Regenfälle zerstört. Die Planung einer neuen soliden Steinbrücke durch die damalige französische Regierung unter Napoleon wurde auf Grund der Wichtigkeit des Verkehrswegs am Rhein unternommen. Am 8. Juli 1813 wurde die neue Brücke mit einer Spannweite von neun Metern offiziell eingeweiht. Der Breisiger Bauunterriehmer Henri Fluchard hat diese. damals moderne. Brücke entworfen. Auf Grund der Tatsache, dass an diesem Datum der 4. Jahrestag des Sieges von Napoleon über die Österreicher in der Schlacht von Wagram war, wurde die bis heute existierende (renovierte) Brücke Pont de Wagram genannt. Bis zum Anfang der 50er Jahre verlief der Hauptverkehr über diese Brücke, heute fließt dieser über die neue B9 parallel zur Bahn. Quelle: Informationstafel

Hinter den Brücken links abbiegen. Nun gilt es einfach geradeaus dem Rhein flussabwärts auf der Promenade bis zur Höhe der Touristeninfo zu folgen. Dort verlässt man die Promenade nach links und durchwandert den Kurpark gleich wieder nach links. Nach kurzer Zeit schwenkt der Weg nach rechts und wandert gleich darauf, leicht nach rechts versetzt, weiter geradeaus. Danach die zweite links abbiegen und die Unterführung nutzen, um die Hauptstraße zu unterqueren. Auf der anderen Seite der Laufrichtung treu bleiben und auch die Bahnstrecke unterqueren. Nun trifft man auf die vom Hinweg bekannte Strecke und wandert nach rechts zurück zum Parkplatz.

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