Tour 977 – Oberhausen – Auf die Knappenhalde

Berge, Schlacke, Trümmer, Natur.

Parkplatz 46047 Oberhausen, Lipperstraße 49
Typ Rund
Länge 2,7 km
Schwierigkeit Einfach
Höhenmeter Keine
Literatur Über alle Berge *Affiliate Link
Auf Karte Keine
Beschilderung Keine
Wegbeschaffenheit Asphalt, Schotter, Waldwege
Bemerkenswertes Knappenhalde, Ruhrgebietsflair, Aussichten, Pflastermenschen
Links Gasometer, Halden.Ruhr,
Bewertung

 ★★★☆☆ 

Details:
Vorsicht wo man hintritt

Vorsicht wo man hintritt

Gegenüber der Häuserreihe geht es zwischen rot-weißen Sperrpfählen die Halde hinauf. Allerdings nicht sofort. An der ersten Kreuzung die man schon nach wenigen Metern erreicht, biegt man links ab und steigt über Stufen hinunter. Der Weg führt am Fuße der Halde entlang eines typischen Zechenwäldchens an Schrebergärten vorbei. Den Weg nicht verlassen bis er an einem Zaun vor Schienen endet. Nun nach rechts. Bevor der Weg zu einem Wiesenpfad wird, nach rechts wenden. Vor erreichen der Straße abermals rechts halten und auf dem schmalen Fußweg oberhalb der „Knappenstraße“ bleiben. Neben weiteren rot-weißen Sperrpfosten geht es wieder nach rechts. Die folgenden Abzweige ignorieren und grob der Laufrichtung treu bleiben. So erreicht man die vom Hinweg bekannte Kreuzung. Nun geht es nach rechts und kräftig bergan. Im Uhrzeigersinn umrundet man anstrengend die Haldee, um schließlich den Aussichtsturm zu erreichen. Einige Stufen später genießt man einen tollen Rundumblick über das Ruhrgebiet bis hin zum Niederrhein und in das Münster- sowie Rheinland. Von hier geht es auf dem bekannten Weg wieder hinunter zum Parkplatz.

Die Idee zur Wanderung entsprang dem Haldenführer „Über alle Berge“. Diesen gibt es mittlerweile auch schon in der Version Haldenführer Ruhrgebiet 2.0 (* Affiliate Link) . Dort findet man noch viele weitere Informationen.

Weitere Informationen zur Knappenhalde
Geschichte der Knappenhalde
Die Knappenhalde

Die Knappenhalde

Die Knappenhalde ist mit 102 m die höchste Erhebung in Oberhausen. An ihren unterschiedlichen Schichten ist die Entwicklung des Ruhrgebietes ablesbar: Nach der ursprünglich landwirtschaftlichen Nutzung wird zunächst Bergematerial aus der Zeche Oberhausen aufgeschüttet. Später folgen dann Hochofenschlacke aus der Eisenhütte der GHH und die Trümmer des Zweiten Weltkrieges sowie als bisher letzte „Schichten“ Natur, Naherholung und Kunst.
XXXX Die Knappenhalde entstand auf einer Landwirtschaftsfläche des ehemaligen Schliepershofes, der sich nördlich der Bahnlinie Oberhausen-Dellwig befand.
XXXX Nach mehreren Besitzerwechseln wurde die Fläche an Jacobi, Haniel & Huyssen, die Vorgängergesellschaft der Gutehoffnungshütte, verkauft. Östlich der Knappenstraße wurde mit dem Bau der Zeche Königsberg (später Zeche Oberhausen) begonnen. Diese war die erste Zeche in Deutschland, die sich im direkten Besitz einer Eisenhütte befand.
XXXX Mit dem Förderbeginn der Zeche Oberhausen/Königsberg beginnt auch die Aufschüttung von Bergematerial in Form einer Spitzkegelhalde.
XXXX Die Förderung der Zeche Oberhausen wird eingestellt. Von da an wird kein Bergematerial mehr aufgeschüttet, aber Hochofenschlacke aus der benachbarten Eisenhütte.
XXXX In die Basis der Halde wird ein insgesamt ca. 500 m langes Luftschutzstollen-System mit vier Eingängen gebaut. Zwei der Eingänge sind noch sichtbar. Der Stollenverlauf im Gelände wurde 2008 in einem Projekt des Bunkermuseums durch orange Pfähle markiert.
Nach Beendigung des 2. Weltkrieges wird vor allem im Westteil der Halde der Trümmerschutt der im Krieg zerstörten Oberhausener Gebäude aufgeschüttet.
XXXX Beginn der Begrünung der Halde durch Schüler/innen, Lehrlinge und Strafgefangene. Die Begrünungsaktionen ziehen sich bis in die 60er hin. Insgesamt werden ca. 0,2 Mio. Weidenschösslinge
und 50.000 Jungbäume gepflanzt.
XXXX Die Stadt Oberhausen kauft die Halde von Thyssen.
XXXX Die Halde wird durch das Einschlagen einer Waldschneise, den Bau von Wegen und den Bau eines Aussichtsturmes für die Naherholung der Bevölkerung erschlossen.
Quelle: Infotafel am Fuße der Halde (Jahreszahlen sind leider nicht mehr erkennbar)

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