Tour 1191 – Wuppertal-Kohlfurth – W3 Kohlfurth

Kotten, Schienen und Adelenblick

Parkplatz 42349 Wuppertal, Kohlfurther Brücke 65 am Straßenrand. Alternativ außerhalb der Geschäftszeiten auf dem Parkplatz der Berger Gruppe.
Typ Rundweg
Länge 5,8 km
Schwierigkeit Anstrengend
Höhenmeter ca. 150 Höhenmeter
Literatur Bergisch mal Drei
Auf Karte Die bergischen Drei – Rundwanderwege – PDF (9,3MB)
Beschilderung , , Keine durchgängig einheitliche
Wegbeschaffenheit Asphalt, Schotter, Feld- und Waldwege
Bemerkenswertes Kohlfurth, Petrikshammer, Manuelskotten, Bergische Museumseisenbahn Kaltenbachtal, Friedrichshammer, Naturfreundehaus, Adelenblick,
Links Originalbeschreibung, Bergische Museumseisenbahn Kaltenbachtal, Manuelskotten,
Bewertung

 ★★★★☆ 

 

Details:
Der Manuelskotten

Der Manuelskotten

Vom Parkplatz am Straßenrand startet man in Richtung der aufsteigenden Hausnummern. Aus der „Kohlfurther Brücke“ wird die Straße „Schütt“ und auch an der anschließenden Kreuzung geht es noch wenige Meter weiter geradeaus bevor man halb links einen schmalen Pfad hinauf steigt. Nach diesem ersten kräftigen Anstieg hält man sich neben einem Bahnübergang rechts und wandert weiter bergan. Nun Achtung. Gegenüber von Hausnummer 73 geht es auf einem leicht zu übersehenden Pfad scharf links weiterhin aufwärts. Oberhalb einer alten Eisenbahntrasse folgt man dem schönen Waldweg entlang einer Hangkante. So erreicht man die Haltestelle „Petrikshammer“ und kreuzt die Schiene abwärts. Schließlich kommt man zum „Manuelskotten“ den es zu entdecken lohnt.

Der Manuelskotten
Der Manuelskotten

Der erste Kotten auf diesem Grundstück im Kaltenbachtal
wurde 1755 errichtet. Die jetzigen Außenmauern des
Gebäudes stammen – nach einem Brand – aus dem Jahr 1901.
Bis heute wird hier das Gewerbe der sogenannten Knie-Nass-Schleiferei
ausgeübt. Der frühindustrielle Betrieb, nach
einem früheren Besitzer auch „Manuelskotten“ genannt,
steht mit seiner Ausstattung unter Denkmalschutz.
Er ist der letzte erhaltene Schleifkotten, in dem sich ein
voll funktionstüchtiges, oberschlächtiges Wasserrad mit
Fliehkraftregler befindet. In den Außenanlagen sind der
Staudamm, die Staudammregulierung mit Obergraben und
das Hauptsperrschott mit Untergraben erhalten. Der Kotten
ist ein herausragendes Beispiel für die frühindustriellen
Arbeits- und Produktionsverhältnisse im Bergischen Land.
Der 1990 gegründete „Förderverein Manuelskotten e. V.“
setzt sich dafür ein, den Schleifbetrieb an dieser Stelle
lebendig zu erhalten. Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung
unterstützt den Verein beim Erhalt des Kottens als
funktionsfähiges Industriedenkmal.

Quelle: Infotafel am Manuelskotten

Der Wanderweg jedoch führt geradeaus an ihm vorbei. Anschließend durchquert man das Bett des „Kaltenbach“, wandert wenige Meter bergauf und dann nach rechts. An der folgenden Schrägeinmündung geradeaus weiter wandern. Hinter dem ehemaligen „Friedrichshammer“ schwenkt der Weg nach rechts, führt über eine kleine Brücke und über Felsstiegen steil bergan zur Haltestelle „Friedrichshammer“. Dort nach rechts wenden, kurz den Schienen folgen und dann den parallel führenden Weg links in den Wald hinein wählen. Wenig später bleibt man links. Kurz darauf abermals links bleiben und einen Bach durchqueren. Dann schwenkt der Weg nach rechts und führt etwas breiter leicht bergan. Der Wald endet und der Weg führt durch Wiesen auf rot-weiße Sperrbaken zu und erreicht das „Naturfreundehaus“. Dahinter schwenkt der Weg nach links und es folgt ein weiterer kräftiger Anstieg. An einem Bahnübergang eröffnet sich zur Linken eine grandiose Aussicht. Nun dem Trampelpfad entlang der Schienen in Laufrichtung folgen. Nach einer Weile schwenkt der Pfad nach links in den Wald. Herrlich schlängelt sich der Pfad auf und ab, links und rechts durch den Forst und erreicht dann wieder die Bahntrasse. Dieser nach links folgen. An der Haltestelle „Kaltenbach“ überquert man die Schienen und wandert hinter einem Geländer rechts in den Wald und bergan. Zu Beginn ist der Anstieg wurzelig und steil. Später geht etwas gemäßigter und ohne Wurzeln weiter aufwärts. Am T-Stück neben einem Feld wendet man sich nach links. Es geht aus dem Wald hinaus und vor den Koppeln links über einen Wiesenweg abwärts. Im Linksbogen geht es um die Wiese herum und anschließend wieder in den Wald hinein. Im Wäldchen nicht abbiegen, der Weg steigt wieder an, schwenkt nach rechts und trifft auf einen Querweg. Diesen geradeaus in die Wiese kreuzen und auf die Blutbuche zuwandern. Hinter Buche tritt man schließlich auf Asphalt und wendet sich nach links. Man bleibt für wenige Meter auf dem Asphalt und wählt dann den Trampelpfad, der rechts in einer Serpentine aufwärts führt. Dann endet er vor einem Gartengrundstück. Nun auf dem oberen Weg nach links wenden. Später erreicht man einen Schotterweg und bleibt der Laufrichtung treu. Dieser breite Weg führt eine Weile bergab. Man verlässt ihn erst vor einer Schutzhütte nach links. Steil geht es abwärts und geradeaus an einer Schrägeinmündung vorbei. An der folgenden Diagonalkreuzung links weiter bergab wandern. Ich mache hier einen Abstecher zum „Adelenblick“ der rechts oben liegt und belasse diesen im Track.

Der Adelenblick

Der Aussichtspavillon „Adelenblick“ liegt auf dem „Wahlertskopf“, dem ehemals nur wenig bewaldeten Bergrücken zwischen dem Kaltenbachtal und dem Tal der Wupper. Von hier aus hat man einen schönen Blick über das Tal und die gegen- überliegenden Höhen von Solingen-Gräfrath. Der Pavillon wurde am 23.6.1895 nach Adele Böttinger, geb. Bayer (1856-1925), der Frau des Fabrikdirektors Henry Theodor Böttinger, benannt und eingeweiht. Der Jugendstil-Pavillon mit kupfernem Baldachin fiel der Kriegsmaterialbeschaffung zum Opfer. Im Ersten Weltkrieg wurden die Gussteile, im Zweiten Weltkrieg die Säulen und das Kupferdach demontiert. Henry Theodor Böttinger war 1891 bis 1908 nationalliberaler Abgeordneter im preußischen Landtag. In dieser Eigenschaft machte er sich Verdienste um die wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung Cronenbergs. Durch seine Mithilfe wurden die Verkehrs- und Versorgungsbedingungen verbessert. Darüber hinaus machte er sich verdient um das Schulwesen und das kulturelle Leben. Die Stadt Cronenberg verlieh ihm 1907 die Ehrenbürgerrechte.

Quelle: Infotafel am Adelenblick

Der Abstieg ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „Gratwanderung“. Links und rechts des Weges geht es steil hinab und auch der Weg selber führt steil abwärts ins Tal. Grundsätzlich bleibt man der Laufrichtung treu. Nach einer Weile, zur Rechten kann man schon wieder „Kohlfurth“ sehen, geht links zu einer Straße. Auf dieser wandert man nach rechts. So erreicht man die vom Hinweg bekannte Strecke, auf der es nun nach rechts zurück zum Parkplatz geht.

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