Tour 1169 – Neukirchen-Vluyn – Auf dem Jubiläumsweg um Neukirchen-Vluyn 3/3

Vom Hülser Berg zum Klingerhuf

Parkplatz Talring 108, 47802 Krefeld (Wanderparkplatz am Waldschlösschen). Anreise mit dem ÖPNV.
Typ Etappe 3/3 – alle zusammen bilden einen Rundweg
Länge 14,7 km
Schwierigkeit Leicht
Höhenmeter Eben
Literatur keine Angaben
Auf Karte NV-Entdecken
Beschilderung (bisher) ohne
Wegbeschaffenheit Asphalt und Wald- und Wiesenwege
Bemerkenswertes  Hülser Berg, Niepkuhlen, Egelsberg, Hof Mook, Neue Mühle, Moersbach, Klingerhuf, Neukirchener Heide
Links Hülser Berg, Niepkuhlen, Egelsberg, Hof Mook, Neue Mühle, Moersbach, Neukirchener Heide,
Bewertung

 ★★★☆☆ 

Details:

Niederrhein

Niederrhein

Die Übersicht zum gesamten Weg finden Sie hier: Auf dem Jubiläumsweg um Neukirchen-Vluyn.

Von der Haltestelle “Hülser Berg” wandert man mit dem Bahnübergang im Rücken los und biegt wenig später rechts in den Parkplatz. An dessen Ende geht es nun auch für die Autofahrer an einem rot-weißen Sperrpfosten vorbei nach rechts. Den folgenden Abzweig ignorieren und dem sich schlängelnden Weg bis zum Waldrand folgen. Dort dann rechts. Der schmale Pfad folgt einer Koppel und mündet schließlich in eine Straße, der man weiterhin folgt. An der ersten Möglichkeit geht es links auf den “Grafschafter Rad- und Wanderweg”. An Bänken vorbei erreicht man in wahrsten Sinne des Wortes ein Wegekreuz und biegt hier nach rechts. Wenig später gilt es der “Hülser Straße” vorsichtig nach links zu folgen. Dann biegt man rechts in den Weg “Kleigatt”. Nun geht es eine Weile schnurgeradeaus. Hinter einem Wäldchen, gegenüber der Zufahrt eines Bauernhofes biegt man links auf ein Pfad durch die Felder. Jetzt folgt man der “Krefelder Straße” kurz nach rechts und biegt anschließend links in den “Luiter Dyk”.

260 Jahre alte Esskastanien am Kleifeldshof

260 Jahre alte Esskastanien am Kleifeldshof

Durch Koppeln hindurch und an Obstbäumen vorbei, führt der Weg über die “Niepkuhlen” hinweg. Später überquert man noch den “Achterrathsheidekanal” und erreicht “Luit”. Dort am T-Stück wendet man sich auf der “Luiter Straße” nach rechts und passiert das “Haus am Egelsberg”. Später bietet sich die Möglichkeit “Luiter Landhonig” zu erwerben. Vorbei an einer weiteren Koppel erreicht man den “Hohenforster Weg” und biegt scharf links ab und folgt ihm dann nach rechts. Nun geht es an der hübschen “Siedlung Egelsberg” vorbei. Der Egelsberg mit seinem Segelflughafen und Heideflächen liegt zu Rechten, der Wanderweg jedoch biegt an der nächsten Kreuzung nach links. Wenig später rechts abbiegen und dem Weg entlang des “Hohenforster Sees” mit seinen Kleingärten nach links folgen. Am Ende des Weges wieder nach links und kurz darauf nach rechts wandern. Auf dem Wirtschaftsweg bleiben erreicht man die “Nieper Straße”. Über diese Hinweg geht es geradeaus in den “Silberseeweg”. Rechts liegt das “Seewerk” welches nach vorheriger Terminabsprache besichtigt werden kann. Erst an einem kleinen Platz verlässt man die Straße geradeaus auf einen Feldweg. Diesem in einem weiten Rechtsbogen folgen. Schließlich tritt man wieder auf den “Grafschafter Rad- und Wanderweg” und wendet sich nach rechts.

Auf dem Weg zum Hof Mook

Auf dem Weg zum Hof Mook

So erreicht man den “Hülskensweg” und folgt dem Wegweiser zum Biergarten des “Feltgenshof” nach links. Später hält man sich auf der “Rosendahlstraße” ebenfalls links und kommt so zur “Krefelder Straße”. Diese vorsichtig überqueren und in den Weg “Am Ophhülsgraben” wandern. An alten Gemäuern und Obstbäumen vorbei windet sich der Weg schön bis zum “Hof Mook” mit seinem Biergarten. Unmittelbar hinter dem Hof geht es vor einem Feld nach rechts auf einen Wiesenweg. Dieser führt zur Straße “An der neuen Mühle”, welcher man nun nach rechts zu eben dieser folgt. Nicht abbiegen.

An der neuen Mühle

An der neuen Mühle

Es geht bis zum Ende an einer Hauptstraße. Hier nun bitte besondere Vorsicht. Auf dem Grünstreifen der Straße geht es etwa 100 Meter nach rechts um dann links in den Wirtschaftsweg “Am Dorsterhof” abzubiegen. Ohne abzubiegen, erreicht man schließlich die Kreuzung hinter dem “Dorsterhof” und wandert weiter geradeaus. Der Weg knickt nach rechts und an der nächsten Möglichkeit wendet man sich nach links und überquert den hier noch als Rinnsal fließenden “Moersbach”. An der darauf folgenden Möglichkeit biegt man links ab und bleibt auch daraufhin links auf dem “Hülshorstweg”. Am T-Stück wendet man sich wieder nach links, überquert noch

Am Neukirchener Kanal

Am Neukirchener Kanal

einmal den “Moersbach” und wandert an zwei Naturdenkmälern vorbei. Die beiden Esskastanien am “Kleifeldshof” sind ca. 260 Jahre alt. Später geht es rechts entlang der “Steinbrückenstraße” über die “A40” hinweg. Unmittelbar dahinter links abbiegen. Hinter der “Waldschänke” geht es auf dem Feldweg nach rechts und nach dem Überqueren des “Neukirchener Kanal” auf der Straße nach links zum “Klingerhuf”. Später links zur Hausnummer 21 abbiegen, um gleich den ersten Weg nach rechts zu nutzen. Nun alle Kreuzungen ignorieren. Als Überraschung erwartet hier einen die “Neukirchener Heide”. Aus der Not geboren nun ein Kleinod im “Klingerhuf”.

 

 

 

Die Neukirchener Heide
Die Heide im Klingerhuf ist auch durch den Menschen entstanden. Allerdings nicht durch entsprechende landwirtschaftliche Nutzung, sondern durch eine Baumaßnahme. Weil die Voraussetzungen für eine Heide gegeben waren, konnte sie künstlich angelegt werden, ein Lebensraum aus zweiter Hand also.

Und das kam so:

Zwei Stromleitungen durchschneiden den Erholungswald Klingerhuf. Aus Sicherheitsgründen dürfen die Spitzen der Bäume den Stromkabeln nicht zu nah kommen. Sie wurden regelmäßig gekappt. Übrig blieben nur noch Baumruinen. Mitte der 1980er Jahre gab es daher Überlegungen, das regelmäßige Kappen der Bäume einzustellen. Unterhalb der Stromtrasse liegt nämlich einer der wenigen Binnendünenreste im Raum Neukirchen-Vluyn. Hier sind die natürlichen Gegebenheiten ideal für eine Heide. Wie wäre es also, mühsam gepflegten Forst gegen einen Lebensraum zu tauschen, der in unserer Region sehr selten geworden ist?

Für diese Idee wurden schnell Mitstreiter gefunden. Gemeinsam haben alle vor Ort Beteiligten Pläne zur Anlage einer Heidefläche erarbeitet. Schon 1989 ging es an die Umsetzung. Zunächst mussten alle Bäume auf der zukünftigen Heidefläche gefällt werden. Anschließend wurde der Oberboden bis auf die Flugsanddecke abgeschoben, um die nährstoffreichen Bodenschichten zu entfernen. Geeignetes Heidekrautsaatgut konnte durch Mahd einer bestehenden Heidefläche gewonnen werden und stammte aus der Region, nämlich dem Grenzwald bei Brüggen. Danach ging es dann an die sogenannte Heublumensaat. Dem im Schnittgut befindlichen Saatgut wurde ausreichend Zeit gelassen auszufallen, um dann im Schutz des Schnittguts keimen zu können. Somit wurden die Arbeiten für die Heidefläche erst im darauffolgenden Jahr mit Entfernung der Schnittgutreste abgeschlossen, nicht ohne einige Findlinge zu verteilen und ein paar Lesesteinhaufen zu errichten.

Heute pflegt die Stadt die Heidefläche und sorgt bei den einzelnen Solitärbäumen dafür, dass sie nicht in den Himmel wachsen.

Quelle: Infotafel am Wegesrand

In der Nähe der heutigen Tennishalle, also dem früheren Freibad, erreicht man eine Schrägeinmündung. Hier soll diese Etappe enden. Nach links geht es zum Parkplatz. Über diesen hinweg nach rechts erreicht man die Haltestellen “Neukirchen Sparkasse”.

Rückfahrt mit dem ÖPNV.

Zu den Etappen Eins und Zwei.

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