Tour 1092 – Gescher – Durch die Fürstenkuhle

Wo einige Vögel Vennetüten heißen

Parkplatz 48712 Gescher, Vennetütenweg 18 – bitte auch in die Karte schauen.
Typ Rund
Länge 2 km
Schwierigkeit Einfach
Höhenmeter Vollkommen eben.
Literatur Ohne Angaben
Auf Karte Ohne Angaben
Beschilderung , rote Pfeile
Wegbeschaffenheit Waldwege, Bohlen und Asphalt
Bemerkenswertes Die Fürstenkuhle
Links Die Fürstenkuhle,
Bewertung

 ★★★☆☆ 

Details:

Blick auf das Venn

Blick auf das Venn

Vorbei an der Informationstafel geht es auf einen schönen und schmalen Weg durch einen Birkenwald in die „Fürstenkuhle“. Der Name des Hochmoorgebietes leitet sich vom „Fuchsloch“ ab. Und „Vennetüten“ werden hier die großen Brachvögel genannt. Neben einem See beginnt dann ein Holzbohlenweg, der mit einigen Unterbrechungen durch das Bruchgebiet an den Waldrand führt. Dort biegt man vor einem Feld nach rechts. So kommt man ein Holzgatter. Abermals wendet man sich nach rechts. Durch den schmalen und dicht bewachsenen Weg erreicht man schließlich wieder den „Vennetütenweg“, auf dem es nun nach rechts zurück zum Parkplatz geht.

Die Fürstenkuhle
Das Rest-Moorgebiet wurde erstmals 1942 in einer Größe von nur 26,9 ha als Naturschutzgebiet gesichert. Heute beträgt die Schutzfläche ca. 100 ha. Die erhaltenen Moor-Kernzonen sind nur noch sehr klein. Sie weisen dennoch das typische Arteninventar auf und sind für den Biotop- und Artenschutz von großer Bedeutung. Die Europäische Union hat daher dieses Gebiet zu einem NATURA 2000 Gebiet erklärt. Das NATURA 2000 Netzwerk verbindet die größten und wertvollsten Naturgebiete in Europa miteinander. Durch gezielte Naturschutzmaßnahmen ist es möglich, diese Lebensräume zu erhalten und die Tiere und Pflanzen, die in ihnen zu Hause sind, wirksam zu schützen und ihren Bestand auf Dauer zu sichern. Seltene Arten wie der Moorfrosch und die Waldeidechse sowie einige hochmoortypische Pflanzen wie Sonnentau, Moosbeere und weißes Schnabelried haben hier ihren Lebensraum. In Folge von Pflegemaßnahmen entwickelten sich um die Kernzonen die sehr lichten Moorbirken-Bruchwälder mit ihrer artenarmen, aber typischen Ausstattung mit Pfeifengras und Heidelbeeren. Vögel wie der Waldlaubsänger oder der Gartenrotschwanz bevorzugen diese offenen Bodenstrukturen zur Nahrungssuche oder als Nistplatz wie die am Boden brütende Waldschnepfe. Abgestorbene oder morsche Birken bieten Sumpf- und Weidenmeisen ideale Nahrungsangebote und Bruthöhlen. In den Sommermonaten lassen sich Nahrungsspezialisten mit einer Vorliebe für Großinsekten beobachten. Baumfalken fangen Libellen und Heuschrecken in rasanten Jagdflügen und Wespenbussarde graben tiefe Löcher in den Erdboden, um an Wespenlarven zu gelangen. Den Winter verbringen beide Greifvögel in Afrika. Besonders die frühen Morgenstunden sind für Tierbeobachtungen am besten geeignet. Wer sich ruhig verhält und langsam bewegt, dem offenbart die Natur auch auf den Wegen die schönsten Naturerlebnisse.

Quelle: Hinweisschild am Start

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