Tour 1069 – Essen – Essener Wanderbuch für Autofahrer und Fußgänger – Zur Burg Altendorf

Wandern wie anno dazumal

Parkplatz 45289 Essen-Burgaltendorf, Burgstraße 2
Typ Rund
Länge 7,1 km
Schwierigkeit Leicht
Höhenmeter durchaus hügelig
Literatur Essener Wanderbuch für Autofahrer und Fußgänger von 1962
Auf Karte Siehe Original-Skizze
Beschilderung Keine
Wegbeschaffenheit Wohnstraßen, Bürgersteige, Wirtschaftswege, Waldwege
Bemerkenswertes Zeche Neuglück, St. Mauritius, Nikolaus Groß, Burg Altendorf, Schwanenruh
Links Zeche Neuglück, St. Mauritius, Nikolaus Groß, Burg Altendorf,
Bewertung

 ★★☆☆☆ 

Weitere Informationen zum Thema „Wandern wie anno dazumal„.

Details:

Damals …..
Originalkarte mit ursprünglicher Beschreibung

 

Weg: Von der Burgruine Altendorf gehen wir auf der Straße nach Niederwenigern abwärts über ein Tälchen, dann wieder aufwärts bis zur scharfen Straßenbiegung nach links, dort von der Straße weg rechts aufwärts am Friedhof entlang zur Kirche Niederwenigern (Trpt. mit X R, diesem in Richtung Hattingen folgen). Nach etwa 100 m biegen wir von der Straße ab, wandern abwärts über einen Bach und wieder aufwärts nach Barenberg (Trpt. mit <> 3, diesem nach links folgen, nach 150 m Trpt. mit X 28), weiter nach links einen Feldweg abwärts (Straße überqueren) und einen Fußweg am Waldrand wieder aufwärts durch den Wald zur Jugendherberge. Von hier gehen wir abwärts ins Ruhrtal über Gaststätte Waidmannsheil (Tr. von <>3 mit X 28 geradeaus), am Waldrand weiter bis zur Straße nach Dahlhausen, hier (nach 100 m X 28 verlassen) weiter links die Straße aufwärts nach Altendorf, und am Ortseingang kurz vor einer Autobushaltestelle links einen Fußweg zur Burgruine.

 

Burg Altendorf ...
… eine der alten Höhenburgen an der mittleren Ruhr war als Sitz eines Ministerialen der Fürstabtei Essen, später des Grafen von der Mark, schon um 1110 im Besitz derer von Altendorf, seit 1382/86 derer von Vittinghoff gen. Schell, seit 1606 in wechselndem Besitz, und ist seit 1750 nicht mehr bewohnt. Ähnlich Blankenstein diente sie später der Bevölkerung als Steinbruch, bis 1903 staatliche und kommunale Stellen diese Zerstörungen verhinderten. Über die Zugbrücke gelangt man in die mit schweren Mauern und Rundtürmen bewehrte Vorburg mit wenigen Resten der Wirtschaftsgebäude, von da zu dem mächtigen quadratischen Bergfried und den Resten des Herrenhaus (im Innern gemauerte Treppe, Kamin, Gewölbereste usw.). Auf eiszeitlicher Hauptterrasse fast 50 m über der Ruhraue erbaut, war die Burg eine echte Wasserburg, deren heute trockene Gräfte durch eine Holzleitung gespeist wurde.

Der von unserem Wege nach Niederwenigern mehrfach südwestlich ins Bergische Land schweifende Blick zeigt statt der wechselvollen Landschaftsbildungen des Steinkohlengebirges mit scharfen Sandsteingraten und Tonschiefermulden die einförmigere Landschaft der „Velberter Schichten“, die bis zu 3500 Mächtigkeit bereits im Oberdevon, vor der Steinkohlenzeit, im flachen Küstenmeer als feinsandige, kalkige Schlicke abgelagert wurden und heute als zäher Schiefer das eintönige Plateau des Velberter Sattel aufbauen. Der Aufstieg nach Barenberg bietet einen schönen Rückblick auf Niederwenigern und – im Hintergrund – die Klrche von Altendorf. Der Schornstein am bewaldeten Bergrücken gehört zur Brennerei Vogelsang. Rechts, auf der anderen Ruhrseite, liegen stark bebaute Vororte von Bochum. Von Barenberg schweift der Blick hinüber zum lsenberg bei Hattingen und zu dieser Stadt selbst (s. S. 100). Beim Abstieg ins Ruhrtal sehen wir jenseits der Ruhr Dahlhausen und seine Zeche, eine der überlebenden alten Ruhrtalzecben, beim Aufstieg nach Altendorf rechts Haus Horst und Vogelsang, im Hintergrund die Kirche von Königssteele.

…. und Heute
Dom, Ruhr und Burgruine

Burg Altendorf

Burg Altendorf

Die Runde folgt fast immer der alten Originalstrecke von 1962 und ist Liebhabern von Ruhrgebietswanderstrecken mit Einschränkungen zu empfehlen. Naturliebhaber sollten von dieser Wanderung Abstand nehmen.

Vom Parkplatz am Restaurant „Burgfreund“ geht es hinauf zur Kreuzung „Alte Hauptstraße“ Ecke „Dumberger Straße“. In die „Dumberger Straße“ biegt man dann auch nach links und wandert wie im Buch beschrieben, zu Beginn bergab. Vorbei an Wohnbebauung die damals sicherlich noch nicht existierte geht es, ohne das man abbiegen müsste hinab in das „Rosental“. Hier wird es etwas grüner. Der Weg führt dennoch weiterhin entlang der Straße, nun aber aufwärts. Auch an der „Hombergsegge“ der Laufrichtung treu sein. Später knickt die Straße nach links. Rechts stand damals noch die Zeche „Neuglück“. Nur zwei Jahre später entstand hier der Sportplatz. Man folgt noch kurz dem Knick der Straße und biegt nun rechts in den „Mauritiusweg“. Dieser führt aufwärts, vorbei an Friedhöfen, zum „Nikolaus Groß-Haus“ und zur Kirche „St. Mauritius“. Hier wurde „Nikolaus Groß“ getauft und gefirmt. 2010 sprach ihn der Papst Johannes Paul II. selig. Hinter der Kirche geht es etwas nach links versetzt geradeaus in die „Isenbergstraße“. An der folgenden Kreuzung weit in die „Bergische Straße“ wandern und von ihr hinter Hausnummer 6 nach rechts abbiegen. Am folgenden T-Stück nach links wenden und die Straße kurz darauf in der Linkskurve über Stufen hinab verlassen. Am Fuße der Stufen über den Trampelpfad die „Borbecke“ überqueren, nach links biegen und wenig später nach rechts und aufwärts durch die Felder wandern. Über das Hofgelände noch ein Stück weiter und dann links dem Wirtschaftsweg „Am Bahrenberg“ zu den Hausnummern 41-50 folgen. Hier gibt die Landschaft weite Blicke in die Umgebung frei. An Hausnummer 50 vorbei geht es weiter abwärts. Am T-Stück nach rechts wenden, gleich darauf abermals nach rechts wandern und der Straße ein Stück folgen. Nach ca. 150 Metern die Straße vorsichtig überqueren und zwischen zwei Sperrpfosten hindurch in ein kleines Waldstück an einem Hang wandern. Diesen Trampelpfad entlang des Hangs eine ganze Weile nicht verlassen. Dann steigt er an, schwenkt nach links und führt vorbei an einer Koppel zur ehemaligen Jugendherberge. Dort geht es im Wendehammer nach links und wenig später wieder nach rechts und hinunter zur „Ruhr“. Am T-Stück links abbiegen und diesen Weg eine ganze Weile nicht verlassen. Bitte auch nicht am Anfang des Weges Richtung Ruhr abbiegen. Man folgt einem bewaldeten Hang. Mal ist rechts auch Wald, mal Wiese. Hier komme ich an einem Ort vorbei, den ich spontan „Schwanenruh“ genannt habe. 18 Schwäne habe ich dort zwischen „Dumberger Bach“ und der „Ruhr“ gezählt. An einem hübschen Haus endet auch dieser Weg. Es geht über eine Kreuzung hinweg in Richtung Ortseingangsschild „Essen – Altendorf“. Die Straße führt bergan und nach links. Nach dem langen und kräftezehrenden, sowie recht unattraktiven Anstieg, darf man schließlich an einer Kreuzung links in den „Schwarzensteinweg“ einbiegen. Dort, wo man glaubt, dies sei nicht der richtige Weg, geht es noch ein Stück weiter. Noch vor dem ausschilderten Hotel, neben einem hübschen Fachwerkhaus, biegt man rechts in einen Fußgängerweg. Dieser scheint wegen einer Baustelle gesperrt, ist aber dennoch begehbar und führt schließlich zur „Burg Altendorf“. Das Gelände der Burg kann man frei erkunden. Zudem ist man auch wieder am Ausgangspunkt dieser Wanderung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.