Tour 1023 – Bedburg – Auf den Spuren des Werwolfs von Epprath

Parkplatz 50181 Bedburg, Hauptstraße 81, Parkplatz Alt-Kaster vor dem Agathator
Typ Rund
Länge 9,8 km
Schwierigkeit Einfach
Höhenmeter Eben
Literatur Wiki zum Werfolf
Auf Karte zum Flyer der Stadt Bedburg
Beschilderung Siehe Beitragsbild
Wegbeschaffenheit Fußgängerwege, Asphalt, Split, Waldwege, Wiesenweg
Bemerkenswertes Alt-Kaster, Burgruine Kaster, Kasterer Mühlenerft, Darshoven, St. Lambertus,
Schloss Bedburg, die schlechte Ausschilderung
Links Alt-Kaster, Burgruine Kaster, Kasterer Mühlenerft, Darshoven, St. Lambertus,
Schloss Bedburg, Zweitmeinung, Drittmeinung,
Bewertung

 ★★★☆☆ 

Details:

Das Wanderzeichen – all zu häufig sieht man es nicht.

Vom kleinen Parkplatz in Alt-Kaster geht es kurz auf das „Agathator“ zu. Vorher biegt man jedoch nach links in eine Grünanlage. In dieser folgt man der Stadtmauer, auch wenn diese später nach rechts führt. Über die folgende Brücke nach links wenden. Gleich darauf wieder links abbiegen und im Uhrzeigersinn die „Burgruine Kaster“ und ihren Hügel entlang der „Kasterer Mühlenerft“ umwandern. Es geht in ein Wäldchen und man trifft auf eine Wegespinne. Hier wird man das erste Mal mit der katastrophalen Ausschilderung konfrontiert. Es finden sich keine Schilder mehr, einzig und allein die Pfähle, an denen sie einmal befestigt waren, stehen noch. Der Mangel und die schlechte Qualität der Beschilderung zieht sich über die gesamte Distanz. Ohne Flyer UND Track hätten wir diesen Weg sicher nicht vollständig erkunden können.

Der Werwolf von Epprath
Auf den Spuren des Werwolfs von Epprath Die Figur des Werwolfs kommt seit Jahrtausenden weltweit in allen Kulturen vor. Seinen Ursprung hat der Mythos wahrscheinlich in den Bräuchen steinzeitlicher Jäger, die sich vor der Jagd in Wolfsfelle hüllten, um dadurch den Mut und die Stärke des Raubtiers auf sich zu übertragen. Quellen aus Europa findet man in den Texten der hellenistischen Antike, der germanischen und nordischen Mythenwelt oder der osteuropäischen Tradition des Schamanismus. Die Grundlage der Hexen- und Werwolfverfolgung geht auf das 13. und 14. Jahrhundert zurück. In Schriften führender Theologen jener Zeit wurde die kirchliche Frauenfeindlichkeit erkennbar, die damals auf der männlichen Angst vor der Kraft des Weiblichen basierte. In pseudowissenschaftlichen Veröffentlichungen formulierte man den Glauben an die Existenz von Hexen als Verkörperung von Frauen, die von Natur aus schlecht waren . Bei annähernd 100 .000 Hexenprozessen mit Schwerpunkt in Deutschland und Frankreich war die Anklage gegen Werwölfe mit teuflischen Zügen eine besondere Variante. Freiwillig oder unter Folter gestanden Männer, in der Gestalt eines Mensch-Wolfes nicht nur Tiere gerissen, sondern auch Menschen vergewaltigt, zerstückelt und gefressen zu haben. Der weltweit bekannteste Werwolf-Prozess fand im 16. Jahrhundert in Bedburg statt. Peter Stubbe, ein aus Epprath stammender Bauer, wurde gemeinsam mit seiner Tochter und „Gevatterin“ gefangen genommen, vor das Blutgericht gebracht und schließlich wegen Hexerei und Werwolferei verurteilt. Am 31 . Oktober 1589 fand die öffentliche Hinrichtung statt. Der „Werwolf-Wanderweg“ führt zu den Schauplätzen des historisch verbürgten „Werwolfs von Epprath“.

Quelle: HInweisschild am Anfang des Weges

Im Wäldchen an der Wegespinne biegt man also nach links und folgt weiterhin der „Kasterer Mühlenerft“ bis man eine Brücke erreicht. Über diese nach links und an der ersten Informationstafel über den „Werwolf von Epprath“ den kleinen Steg nutzen, um den „Wolfgangstieg“ nach rechts bergan zu meistern. Ohne abzubiegen, trifft man auf Stufen und erklimmt diese. Oben am Feldrand nach rechts wenden. Vorbei am „Gedenkstein Darshoven“ geht es geradeaus bis zur zweiten Informationstafel zum „Wohn- und Geburtsort von Peter Stubbe“. Neben dieser wählt an den Weg, der rechts leicht abwärts führt. In der zweiten Haarnadelkurve wandert man geradeaus über eine Kreuzung hinweg in einen schmalen Pfad hinein. An der folgenden Schrägeinmündung noch ein Stück gerade aus und dann auf Asphalt ein weiteres Mal über die „Mühlenerft“ gehen. Dahinter nach links wenden. Man erreicht den „Kasterer See“ mit der dritten Informationstafel zur „Jagd auf den Werwolf“ und einem kleinen Wehr. Über das Wehr und dann nach rechts führt der Wanderweg. Es geht, ohne abzubiegen, eine ganze Weile durch den Wald, bis der Weg schließlich auf ein T-Stück trifft. Hier nun kurz nach links und wenig später wieder rechts herum. Wieder geht es über die „Mühlenerft“ zur vierten Informationstafel der „Verhaftung des Werwolfs“. Unmittelbar hinter der Brücke links in den Wiesenweg abbiegen. Er führt auf er Rückseite von Wohnbebauung und zukünftiger Wohnbebauung (2019) schließlich an der Rückseite des „Monte Mare“ vorbei. Man unterquert die „L279“ und überquert dann die „Mühlenerft“ nach links. Gleich darauf wieder rechts herum, eine Eisenbahnbrücke unterqueren, und an der folgenden Wegeteilung den linken Weg wählen. Später trifft man auf Asphalt und wendet sich nach rechts. Nun überquert man die „Erft“ und folgt der „Pappelallee“ auf dem grünen Fußweg bis zur „Augustinerallee“. In dieser nach rechts einbiegen bis zur „Klosterstraße“ wandern. Die Straße überqueren und geradeaus zur Kirche „St. Lambertus“ wandern. Hier nun links zum Rathaus gehen. Nach der Lektüre der fünften Infotafel „Peter Stubbe vor Gericht“ wendet man sich nach links und folgt der Straße bis zur „Bedburger Mühle“. Hier weißt ein Wanderschild nach rechts. Dieser Weg ist aber nicht mehr gangbar. Zum einen wird hier ein Gebäude errichtet, zum anderen ist im weiteren Verlauf ein Baum unglücklich auf den Weg gestürzt. Also geht es an der „Bedburger Mühle“ vorbei und geradeaus durch den Kreisverkehr zur „Bergheimer Straße“. In diese geht es nach rechts. Hinter Hausnummer 14 biegt man wieder rechts ab, in den Schlosspark. Durch diesen hindurchwandern. Über eine Brücke hinweg trifft man am Parkplatz auf die vorletzte Tafel – „Gefoltert und zum Tode verurteilt“. Geradeaus geht über eine weitere Brücke über den Weiher von „Schloss Bedburg“ hinweg und durch das Zufahrtstor zur „Graf-Salm-Straße“. Dieser viel befahrenen Einkaufsstraße folgt man nun nach links bis über die „Erft“. Nun rechts in die „Erftstraße“ abbiegen. An vorbei an einem kuriosen Baustilmix folgt man der „Erft“ flussabwärts. So erreicht man eine Straße, welche geradeaus überquert wird. Weiterhin in Flussnähe verlässt man am Überlaufbecken langsam den urbanen Teil dieser Wanderung. Hinter der nächsten Brücke an der siebten und letzten Informationstafel „Das Ende des Werwolfs von Epprath“, links abbiegen. Die nächste Einmündung kennt man schon vom Hinweg. Hier links halten, die Brücken unterquren und dann den rechts der Laufrichtung treu bleiben. Nun folgt man auf dieser Seite eine ganze Weile der „Kasterer Mühlenerft“. An einer Schrägeinmündung links der Laufrichtung treu bleiben. Es geht an den Waldrand und dort an der nächsten Wegegabel abermals nach links wieder in den Wald hinein. Wieder trifft man auf eine, vom Hinweg, bekannte Stelle und wandert nun einfach geradeaus bis zu einem T-Stück. Hier wendet man sich nach links, überquert ein letztes Mal die „Kasterer Mühlenerft“ und durchwandert den malerischen Ortskern von Alt-Kaster. Diesen verlässt man schließlich durch das „Agathator“ zum Ausgangpunkt dieser Wanderung.

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