Die Welt mit anderen Augen sehen

 

Die Welt mit anderen Augen sehen

Unbezahlte Werbung wg. Nennung der App

Im Hülser Bruch

Im Hülser Bruch

Wandern bedeutet für mich mehr als nur Bewegung an der frischen Luft. Ich entschleunige, befriedige meine Neugier, komme zur Ruhe und sehe die Welt mit anderen Augen. Ich hänge meinen Gedanken hinterher, es ist Zeit für Kleinigkeiten am Wegesrand, Fotos werden gemacht. Und dennoch bleibt mir vieles verborgen. Viele Dinge sehe ich erst auf den zweiten Blick. Sind da nicht Gräben im Wald? Wie kommt das Wasserloch ausgerechnet hier hin? Und was ist das da für ein Hügel? Nach meinen Wanderungen mit Rouven Meidlinger kann ich nun einiges davon Beantworten und werde jetzt die Wanderwegewelt mit anderen Augen sehen. Wie kommt’s? Rouven und ich haben uns über Twitter kennengelernt. Dort habe ich fantastische Animationen von ihm gesehen. Es geht um Landschaften die mittels Lidar-Daten erstellt wurden.

Was ist Lidar? – Bericht des Spiegel

 

Rouven hat, wie im Spiegelbericht schon angesprochen, die iPhone-App Hike&Seek entwickelt. Diese wendet sich an Wanderer die mehr sehen wollen, als die Natur preisgibt. Um die angebotenen Wanderwege auf dem aktuellsten Stand zu halten, werden diese regelmäßig kontrolliert. Zwei dieser Wanderwege führten Rouven an den Niederrhein und ich nutzte die Gunst der Stunde ihn zu begleiten. Tja, und gleich zu Anfang überraschte mich das erste Ziel. Der Hülser Bruch sollte es sein. Was gibt es hier zu sehen? Ich habe alle Rundwanderwege des Hülser Bergs im Blog, bin schon so oft hier gewesen! Ob als Wanderer oder Vater mit der Kleinen an den Tiergehegen. Und hier soll mir etwas entgangen sein? Also mache ich mich im Vorfeld schlau. Als erstes lerne ich „Hüls“ leitet sich vom alten Namen der Stechpalme, heutzutage als Ilex bekannt, ab. Der Hülser Berg ist die höchste

Entwässerung

Entwässerung in der Landschaft

natürliche Erhebung in Krefeld. Eiszeit, Stauchenmoräne, Sümpfe usw., usw. Was soll es hier zu sehen geben? Wir treffen uns am Fuße des Hülser Bergs und wandern auf ihn zu. Zur Rechten sieht man gleich zu Beginn Gräben und Wälle. Und? Hier wurde der Sumpf trocken gelegt. Er wurde entwässert. Und man kann es tatsächlich erkennen.

Entwässerung der Sumpflandschaft in Hike & Seek deutlich zu erkennen.

Entwässerung in Hike&Seek

Die App zeigt die Wellen und deren gerade Abgrenzung zur restlichen Umwelt klar auf. Und mit Rouvens Wissen erschließt sich dann auch die Funktion. Und Rouvens Wissen ist umfangreich und er läßt einen daran teilhaben. Elke von  „Fotografische Reisen und Wanderungen“ war mit Ihm und seiner App ebenfalls schon unterwegs. Während Sie lernte, unversehrte von geöffneten Hügelgräbern zu unterscheiden, kann ich nun Bombenkrater von Pingen oder anderen von Menschenhand entstanden Löcher unterscheiden. Während wir so unterwegs sind entdecken wir Tongruben und andere Dinge. Nicht immer nur archäologisch interessant. Manchmal einfach nur kurios.

Gnom ?

Gnom ?

Wie dieses „Gnomgesicht“, nahe der Eremitenquelle. Und da wir schon an der Quelle sind! Heute weiß ich das sich Archäologen fragen warum diese ausserhalb der Wallburg liegt! Wallburg? Ja, hier auf dem Hülser

Tadaa. Die Wallburg!

Tadaa. Die Wallburg!

Berg befinden sich die Reste einer Wallburg. Nie im Leben wäre ich darauf gekommen. Ein Keltenlager soll es gewesen sein und wurde schon 1909 entdeckt. Ich habe es mit Rouven 2018 wiederentdeckt. Die Wälle sind gut zu erkennen, wenn man nur weiß das es sich um Wälle einer Wallburg handelt. Und als wenn das alles nicht schon genug wäre entdeckten wir auch noch einen neuen Weg, über den ich bald berichten werde.

Mächtig beeindruckt von Rouven, der App sowie der Wallburg geht es zurück zum Parkplatz. Rouven möchte noch einen weiteren Weg kontrollieren. Ich will mit und kurze Zeit später treffen wir uns in Moers am Rundweg A1 wieder. Dieser führt unter anderem durch den Lauersforter Wald. Natürlich habe ich auch diesen Weg schon vor langer Zeit in den Blog aufgenommen. Aber das ich dabei trockenen Fußes den Rhein durchquert habe, war mir neu. Rouven und seine App stoßen mich mit der Nase darauf. Nun weiß ich warum ich zum Lauersforter Wald hinaufsteigen muss – ich verlasse das alte Bett des Rheins und sehe meine Wanderwegewelt seitdem mit anderen Augen.

Durch den Rhein

Durch den Rhein

Die App „Hike&Seek“ ist derzeit ausschließlich für IOS erhältlich. Die App ist ebenso kostenlos wie 20 Wanderwege. Über inApp-Käufe stehen derzeit fast 200 Wanderwege zur Verfügung. Leider gibt es diese Wanderwege nur für Nordrhein-Westfalen, da nur hier und in wenigen weiteren Regionen die erhobenen Lidar-Daten kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Zudem gibt es noch eine Windowsvariante für hinreichend starke Desktop oder Tablet PC’s. Diese Version kann man bei planlauf/Terrain für 79€ und als 30-Tage-Testversion herunterladen. Auch wenn ich, mangels iPhone, die App derzeit nicht beim wandern dabei habe, hat mir Rouven mit ihr die Augen für besondere Formen und Formationen geöffnet. So wird mir einiges sicherlich nicht mehr entgehen.

Ihr findet Rouvens Bilder und Animationen auf Twitter unter @planlaufterrain.

Herzlichen Dank, Rouven.

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