Wandern ist für mich……

Ja, was denn?

Der Wanderparkplatz

Der Wanderparkplatz

Elke, die auf Ihrem Blog „Fotografische Reisen und Wanderungen“ mit ihren herzlichen Texten und tollen Fotos vielen Lesern Freude bereitet, fragt danach. Was ist Wandern für mich? In erster Linie die Bewegung an frischer Luft. Ganz kurz dahinter kommt die Befriedigung meiner Neugier. Ich wandere ja vorwiegend am Niederrhein und im Ruhrgebiet. Gerade im Ruhrgebiet zeigt sich, dass es nicht immer auf Bilderbuchlandschaften ankommt. Ich kann es genießen an der Emscher, im Schatten einer Halde, mit der A42 im Rücken beim beladen eines Fußballfeld langen Schiffes zuzuschauen. Das kann ich nur, weil mich der Wanderweg dorthin geführt hat. Nur wo du zu Fuß warst …. Da ist wirklich etwas dran. Selbst mit dem Rad ist man oft zu schnell um die Kleinigkeiten am Wegesrand zur Kenntnis zu nehmen; hat man zu wenig Zeit Dinge wertzuschätzen. Ich frage mich immer: Was kommt hinter der nächsten Kurve, wohin hätte der Weg nach rechts oder links geführt? Elke interessiert auch wo und wann ich das erste mal wandern war. Das ist einfach. Das erste mal war am 16.04.2011. Vorher war ich auch schon unterwegs. Habe mit meiner Frau Duisburg umwandert. Nein. Umspaziert. Dann zog ich mir im Jahr 2010 einen Lungenriss zu. Üble Geschichte. Langsames und ausdauerndes Gehen war Teil der Reha. In dieser Zeit hatte der Wildnistrail durch den Nationalpark Eifel eine wahnsinnige Publicity. Und so sollte meine erste „richtige“ Wanderung mich in die Eifel führen. Die Etappen waren zwischen 17 und 22 Kilometer lang. Das Bloggen begann und ich hatte die Entscheidung zu treffen, wie ich das ganze angehen möchte. Ich entschied mich für die Nische. Rundwanderwege!. Sie passten in mein Leben und wie sich schnell herausstellte auch in das Leben vieler anderer. Und so wandere ich meist kürzere Rundwege. Jetzt wo ich das schreibe, höre ich Elke lachen. Denn natürlich weiß Sie das auch ich längere Wege unter die Wanderschuhe nehme. Oder mehrere kurze hintereinander. Oder auch mal einen Wandermarathon. Wie sagt man so schön: Es kommt nicht auf die Länge an. Auch kurze Wege können voller Reize sein und einen für sich einnehmen. Das „zur Ruhe kommen“ setzt zumeist schon beim Start ein. Rucksack schnappen. Checkliste abarbeiten. Ist alles dabei? Und schon hat man den Kopf frei für den Weg. Und wie der aussieht, kann man vorher ja nur ahnen. Selbst moderne Mittel wie digitales Kartenmaterial und Satellitenfotos lassen genügend Raum für Überraschungen. So oder so. Wie stellt man sich den schönsten Weg vor. Pfade, die sachte auf und ab führen. Weite Aussichten und unendliche Ruhe. Ok. Das geht z.B. im Ruhrgebiet nicht immer. All das macht eine Wanderung natürlich schön, sind für mich aber keine Voraussetzung. Wie oben schon geschrieben. Mich treiben nicht nur die landschaftlichen Schönheiten nach draußen, sondern auch die Neugier. Und wenn es während der Wanderung mal Regnen sollte, dann ist das so. Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch“. Ich wandere also auch los, wenn es tröpfelt. Aber: Es gibt schlechtes Wetter. Nicht nur schlechte Kleidung. Und so bleibe ich Zuhause wenn es schüttet. Im Alltag stelle ich immer wieder fest, wo ich doch schon überall war. Während einer Autofahrt kommt es vor das ich meine Mitfahrer sogar damit nerve wenn ich immer wieder erwähne das ich dort schon war. Oder dort. Und auch da war ich schon. Ansonsten erinnert mich der Blog mit den Kommentaren, Fragen zu Wegen, dem bearbeiten der Touren und viele Dinge drum herum immer wieder daran, welch tolles Hobby ich mir da ausgesucht habe. Der Kontakt über den Blog zu Lesern oder anderen Wanderern ist auch in anderer Hinsicht für mich wichtig. Denn im Grunde bin ich Einzelgänger. Manchmal begleitet mich meine Frau. Üblicherweise bin ich aber alleine unterwegs und genieße das auch.

Da Elke auch ein Buch verlost, würde ich mich über Manuel Andracks „Schritt für Schritt“ freuen. Ein weiterer Aspekt meines Wanderns. Ich durfte Manuel Andrack im Zuge einer Promotionwanderung begleiten und kennenlernen.

Wandern ist für mich UNVERZICHTBAR.

Weite Ausblicke ins Neandertal

Weite Ausblicke inklusive

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