Tour 1038 – Odenthal-Schöllerhof – Die Schwarzpulverroute

Parkplatz 51519 Odenthal,Schöllerhof 1 (Wanderparkplatz)
Typ Rund
Länge 8,6 km
Schwierigkeit Einfach
Höhenmeter Ein kräftiger Anstieg
Literatur Webseite der Odenthaltouristik
Auf Karte Webseite der Odenthaltouristik
Beschilderung , weißes P in Fraktur auf schwarzem Grund
Wegbeschaffenheit Fußgängerwege, Asphalt, Waldwege
Bemerkenswertes Dhünn, Pulvermühlenreste
Links Landschaft und Geschichte e.V., Naturschutzgebiet Dhünnaue,
Bewertung

 ★★★★☆ 

Details:

Herbst an der Dhünn

Vom Parkplatz geht es auf den „Schöllerhof“ zu und vor diesem nach rechts, auf den Wirtschaftsweg zwischen Wald und Weide.

Der Schöllerhof
Beim Anblick des idyllisch in den bergischen Wäldern liegende Schöllerhofes ahnt man nicht, welche Gefahrhier einst lauerte. Seine wechselvolle Geschichte begann als landwirtschaftlicher Hof (Ersterwähnung 1585) der Zisterzienser in Altenberg, seit 1803 dann herzogliches Gut und schließlich Tuchfärberei. Nach 1880 wurde der Hof Verwaltungs- und Versandstelle für die zusammengelegten Pulverfabriken Aue und Helenental .Hier wurde das in Holzfässern verpackte Schwarzpulver auf spezielle Transportwagen geladen. Der Versand von Pulver war eine schwierige und gefährliche Sache. Ein kleiner Funke genügte, um ein Höllenfeuer zu entfachen. Wasser war beim Transport der ärgste Feind. Auch Erschütterungen mussten. so weit wie möglich, vermieden werden. Sie konnten das Pulver entmischen und damit wertlos machen. Bis zu 15 der Transportwagen waren hier stationiert. Ihr weithin sichtbares Zeiche war eine Fahne mit dem Buchstaben „P“ darauf. So erreichte die brisante Fracht auch die entferntesten Winkel des Landes. Erst die Einstellung der Schwarzpulverproduktion nach dem Ersten Weltkrieg beendete das gefährliche Geschäft. Bis zum Ende der 1950er Jahre erinnerte ein einsamer Pulverwagen an dieses für das Bergische Land bedeutende Gewerbe.

Quelle: Schild am Start

Nach einer Linkskurve vor der „Dhünn“ geht es in das Naturschutzgebiet. Gleich darauf überquert man ein erstes Mal die „Dhünn“. Wenig später an der Wegeteilung links halten. Der breite Weg beschreibt einen weiten Rechtsbogen. Nach einiger Zeit stößt die „Dhünn“ wieder an den Weg. Kurz darauf beschreibt der Weg einen Rechts-Links-Knick. Später nähert sich die „Dhünn“ ein weiteres Mal. Man erreicht eine Wegegabel und bleibt auf dem rechten Weg. Kurz Zeit später abermals rechts halten, die Zufahrt eines Anwesens passieren und gleich darauf linkere Hand der Laufrichtung treu bleiben. Wieder kommt man der „Dhünn“ nahe. Es geht an einer Schutzhütte vorbei und nach links über den Fluss.

Das Schwarzpulver
Bereits für das 14. Jahrhundert gibt es Hinweise
darauf. dass aus Köln vertriebene Pulvermacher eine neue Heimat im Bergischen Land an Strunde
und Dhünn fanden. In einsamen Tälern mit ausreichend Wasserkraft errichteten sie Pulvermühlen, in denen die drei Grundstoffe Salpeter, Holzkohle und Schwefel mit speziellen Verfahren zerkleinert, vermengt und gepresst wurden. Die umliegenden Wälder ermöglichten die Herstellung von Holzkohle in großer Menge – die entsprechenden Köhlerstellen sind heute noch an vielen Stellen zu entdecken. Der Faulbaum (sogenanntes Pulverholz) mit großen Vorkommen an der oberen Dhünn lieferte die Holzkohle für Schwarzpulver besonderer Qualität. Die Baubefunde vom Schöllerhof bis Maria in der Aue sind über eine Strecke von mehr als 3 km als „Bodendenkmal Pulvermühlen“ unter Schutz gestellt. Führungen werden vom Verein „Landschaft und Geschichte e.V.“ organisiert. Weitere Informatione·n im i-Punkt Altenberg und im Internet:
www.LuGeV.de.

Quelle: Schild zu Beginn

Auf der anderen Seite sofort rechts abbiegen. Nach einer ganzen Weile, in der man dem Flussufer folgte, trifft man nach einer scharfen Rechtskurve auf eine Wegeteilung. Nun rechts halten. Weiter geht es durch ein Tor und über eine weitere Brücke anschließend der Laufrichtung treu bleibend, weiter geradeaus. Dann auf dem unteren Weg einem Linksbogen folgen. Nach und nach hebt sich der Weg über den Flusslauf. An der ersten Möglichkeit geht es dann rechts abwärts. Im weiteren Verlauf überquert man wieder einmal eine Brücke, nun nach rechts. Der bisher breite und schöne Weg wird nun ein schmaler und sehr schöner Pfad. Er folgt dem kleinen „Bömericher Bach“ bergan. An einer Schrägeinmündung geht es weiter geradeaus. Nach einer Zeit des Ansteigens erreicht man eine Wegespinne und bleibt, leicht nach rechts versetzt, der Laufrichtung treu. Der Weg ist nun wieder breiter und windet sich stetig in die Höhe. Die abzweigenden Reitwege nicht nutzen und auf dem breiten Weg der Serpentine nach rechts folgen. Danach unterhalb der lichten Trasse einer Hochspannungsleitung bleiben um sich anschließend an einem T-Stück, neben einem Kinderspielplatz, nach rechts zu wenden. Nun befindet man sich auf dem „Groß Grimberger Weg“. Dieser führt asphaltiert über ein Plateau mit weiten Aussichten zu beiden Seiten. Neben dem Abzweig zum „Kochshof“ wandert man geradeaus weiter. Vor einem Hof wendet man sich dann durch das Spalier zweier Bäume nach rechts. Nun passiert man ein schönes Anwesen und die „Försterei“. Danach geht es wieder in den Wald. Vor einer Schutzhütte folgt man dem Weg nach links. Elegant an den Hang geschmiegt windet sich der Weg nun beständig leicht bergab. Ohne das man abbiegen müsste, erreicht man die vom Hinweg bekannte Strecke und wandert auf dieser zurück zum Parkplatz.

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