Zu Gast im Emscher Landschaftspark

Altbekanntes kennenlernen – Unterwegs im Emscher Landschaftspark

Landschaftspark

Landschaftspark

Wie oft war ich schon im Emscher Landschaftspark wandern, ohne davon zu wissen? Und so nahm ich die Gelegenheit wahr, etwas über diesen „Park“ im Herzen der Ruhrregion zu lernen. Der Regionalverband Ruhr, kurz RVR, lud zur Bloggerreise in den Emscher Landschaftspark ein. Los ging es in Essens City. Hier trafen sich Reise-, Wander-, Lifestyle- und Ruhrgebietsblogger mit Marja Wardenga, welche unsere Reise managte und Ulla Enigk, die uns als Tour Guide der Ruhr Tour führte. Vollständig wurde die Gruppe dann mit dem pfiffigen Busfahrer, von dem wir später noch alle etwas lernen konnten.

Wir starten in Essen

Start zur Bloggerwanderung Emscher Landschaftspark

Start zur Bloggerwanderung Emscher Landschaftspark

Doch die erste Überraschung kam noch vor der Abfahrt es Busses. Wir Ruhrpott-Blogger wurden von einer Dänin geführt. Verrücktes Europa. Apropos. Unser Busfahrer kam aus Serbien. So ist das hier im Pott. Ein guter Start. Die erste Fahrt führte nach Oberhausen. Dort befindet sich unweit des Rhein-Herne-Kanals das Informationszentrum Emscher Landschaftspark. Da wir etwas früh sind, erkunden wir die Umgebung und erfahren das die Grundlagen des heutigen Landschaftsparks schon 1923 gelegt wurden. Damals wurden schon freie, in Nord-Süd-Richtung verlaufende, Grünflächen erworben und freigehalten. Später entstanden als lokale Naherholungsgebiete die Revierparks. Und zur IBA, der Internationalen Bauausstellung Emscher Park, wurden diese dann zu einem großen Ost-West-Grünzug verbunden. Nun ist es nicht so das man hier auf Parkwegen mit Bänken und Papierkörben unterwegs ist. Bei einer Ausdehnung von Holzwickede, wo die Emscher entspringt, bis Dinslaken, wo sie in den Rhein mündet, ist das schwerlich möglich. Für uns wird das Ganze wie eine Zeitreise. Von den Grünzügen vor fast 100 Jahren bis zum Phönixsee in der Gegenwart. Und der Emscherumbau ist noch im Gange und weist in die Zukunft. Die Abwässer sollen raus aus der oberirdischen Emscher damit diese wieder naturnah das Emschertal durchfließen kann.

Haus Ripshorst im Emscher Landschaftspark

Haus Ripshorst in Oberhausen im Emscher Landschaftspark

Haus Ripshorst in Oberhausen

Aber zurück zu Haus Ripshorst und seiner Umgebung. Wir gehen zum Rhein-Herne-Kanal, entdecken den Gehölzgarten des Informationszentrums und staunen über den Zauberlehrling. Nicht minder staunten wir über unseren Busfahrer. Der erklärte uns hier kurzerhand, dass man Brennnesselsaman essen kann. Klar probierten wir (fast) alle mal. Danach wurde es Zeit das Innere von Haus Ripshorst und dessen multimediale Landschaftsparkdarstellung kennenzulernen. Nach dem informativen Beitrag zur Begrüßung war es Zeit zu frühstücken. Das Wetter lud dazu ein, dies auf der Außenterrasse des Hauses zu tun. Allen fiel auf wie gut besucht das Haus und auch die Umgebung war.

Haldenromantik im Emscher Landschaftspark

Haldenereignis Emscherblick im Emscher Landschaftspark

Haldenereignis Emscherblick

Schließlich wurde es Zeit für den zweiten Höhepunkt. Und Höhepunkt ist wörtlich zu nehmen. Mit dem Bus ging es fast bis ganz nach oben auf die Halde Beckstraße. Hier erinnert ein Monument an Kohle und Grubengas – Kohlenstoff und Methan. Offiziell heißt das ganze „Haldenereignis Emscherblick“ und liegt in Bottrop. Aber jeder kennt es an sich nur unter einem Namen: „Tetraeder“. Die Aussicht lässt sich einfach nicht beschreiben. Die kann, soll und muss man selbst erleben. Von der noch qualmenden Kokerei Prosper bis hinüber in den köllnischen Wald sind alle Facetten des Ruhrgebiets zu sehen. Bis 2018 auch noch die letzte sich drehende Seilscheibe der Region. Vom Gasometer und Burg Vondern bis zur Veltins Arena und Zeche Zollverein. Von – ach was erzähl ich. Geht rauf und schaut selbst. Wir genießen all das und erleben dann noch trainierende Feuerwehrmänner, die in voller Montur die Halde hinauf und wieder herunter rennen. Verrückter Pott.

Westpark, Jahrhunderthalle und Ruhrtriiienale

Ruhrtriiienale im Emscher Landschaftspark

Ruhrtriiienale an der Jahrunderthalle in Bochum

Apropos verrückt. Wir machen es wie Columbus. Wir fahren nach Osten, um in den Westpark zu kommen. Als der Busfahrer uns rauslässt, gilt es noch die alte Erzbahnschwinge zu bezwingen. Dann geht es noch einige Stufen hinauf und wir erblicken die Jahrhunderthalle. Wie so oft im Leben. Erst brauchte ich 50 Jahre um sie einmal zu sehen und dann keine 5 Monate, um sie ein zweites mal zu besuchen. Viel hat sich nicht geändert, seit ich im Mai im Rahmen den „Grünen Hauptstadt Europas 2017 – Essen“ mit einigen anderen Bloggern hier war. Das Wetter ist wieder schön. Die damals fotografierten Bierflaschen sind weggeräumt und die Ruhrtriiiennale eingezogen. Auch diesmal lässt sich mein Wunsch die Jahrhunderthalle mal von innen zu sehen nicht umsetzen. Also werde ich noch einmal herkommen. Dann allerdings wird das Kunstdorf mit seiner Großinstallation „The Good, the Bad and the Ugly“ wohl nicht zu sehen sein. Und während wir uns die Installation anschauen und jeder etwas anderes darin entdeckt, zeigt sich wieder: Über Kunst lässt sich vortrefflich streiten. Auch hier fällt auf das viele Leute unterwegs sind. Das gute Wetter und die Ruhrtriiienale tun ihr Übriges. Unser Busfahrer ist so nett und holt uns ungeplant unmittelbar an der Jahrhunderthalle ab.

Wrap Attack und Song-Slam am Phönixsee

Phönixsee Emscher Landschaftspark

Phönixsee Dortmund

Auch die Busfahrten zwischen den Stopps gestalten sich unterhaltsam. Wusstet ihr das die Ortseingangsschilder im Ruhrgebiet erfunden wurden? Die Städte rückten so dicht zusammen das sich nicht mehr sicher sein konnte, auf welchem Stadtgebiet man sich befindet. Übrigens auch ein Aspekt, den die alten Grünzüge entgegenwirken sollten. Hat wohl nicht immer geklappt. Oder warum die A40 in Dortmund zur Bundesstraße wird? Ansonsten hätte man blau-weiße Autobahnschilder aufstellen müssen. Damit wären wir beim Thema. Es geht zum Phönixsee. Falls man nun denkt, ein toller Name, dann ist man wahrscheinlich falsch gewickelt.

Durstlöscher im Emscher Landschaftspark

Durstlöscher

Hier sollte nichts wie Phönix aus der Asche wiederauferstehen. Der See liegt auf dem Gelände Phönix-Ost der Hermannshütte. Diese Stahlküche wurde 2001 geschlossen und nach China verkauft. Jetzt hat sich ein recht elitäres Umfeld gebildet, sowie ein Naherholungsmagnet. Wir stoßen zum Musikpicknick an den See. Es begrüßt uns Sabine Auer vom Regionalverband Ruhr. Hier gibt es ein Singer-Songwriter-Song-Slam statt. Das Highlight dieses Song-Slams, war das erscheinen von Roman Weidenfeller. Und er sang nicht sondern ist einfach mal vorbeigekommen. Bevor wir noch einen Teil des Sees zu Fuß umrunden, stärken wir uns mit gesunden frisch gepressten Orangensaft sowie mit Wraps von Wrap Attack. Saulecker, allerdings auch Hosen versauend. Immerhin waren wir zu dritt mit Fleck im Schritt. Oh, könnte das zum Song-Slam reichen? An der Insel mit Thomas-Birne und Yachthafen vorbei geht es ein letztes mal zum Bus. Die Rückfahrt ist deutlich ruhiger als alle anderen Fahrten bisher. Wir sind merklich geschafft von diesem tollen Tag mit recht strammen Programm. Allerdings weiß ich nun vom Emscher Landschaftspark, wenn ich dort wandern gehe.

Nun folgen allerlei Links und Informationen:
Das wichtigste zuerst. Ich wurde zum Bloggerwandern durch den Regionalverband Ruhr eingeladen. Dennoch berichte ich hier persönlich und ehrlich über meine Eindrücke.

Und schon geht es los mit den Organisatoren und Helfern dieses Tages. Ein großes „Dankeschön“ für die Unterstützung beim Bloggerwandern Emscher Landschaftspark.

An Marja Wardenga von go-between.net als veranstaltende Agentur.
An Ulla Enigk als Tour Guide der Ruhr Tour.
An Sabine Auer vom Regionalverband Ruhr.

Und wer sind die ganzen Bblogger beim Bloggerwandern? Das könnt ihr hier herausfinden.
Dort findet ihr auch weitere Berichte zu dieser Bloggerwanderung.

Michael schreibt für den eichental.blog.
Danny ist DER Spezialist für das Ruhrgebiet und hat es zu seiner Wahlheimat.ruhr gemacht.
Frauke erlebt Fräuleins wunderbare Welt hier.
Gesa nutzt die Schönheit der Chance.
Christina ist einfach CQ-Christina Quast.
Silke füttert den Leben und Geniessen Blog.

 

 

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