Kulinarischer Blogger-Wandertag im neanderland

Genussvoll wandern auf urzeitlichen Pfaden

Los ging es im Dorf Gruiten im Neanderland

Los ging es im Dorf Gruiten

„Gemeinsam geht‘s vom historischen Dorf Gruiten entlang der Düssel durchs Neandertal bis nach Erkrath – mit kulturellen und kulinarischen Zwischenstopps“. So lud Yasmin vom Touristischen Marketing  des Kreises Mettmann Mitte August zur zweiten Bloggerwanderung ins Neanderland ein. Zu sechst folgten wir dann der Einladung am 23. September. Die Tour sollte am Treffpunkt im Dorf Gruiten starten, doch ein Teil der Blogger sowie Yasmin trafen sich ungeplant schon am S-Bahnhof, in dessen nähe am Abend die Tour auch wieder enden sollte. Und so lernten wir uns schon auf der Anreise kennen. Vom Zielbahnhof ging es dann noch einige Minuten zu Fuß, bis wir Dorf Gruiten erreicht haben. Dunstig war es und feucht. Dennoch ließen wir uns nicht abhalten zu fotografieren, während wir auf die noch fehlenden Blogger warteten. Schließlich waren wir alle beisammen: Zypresse unterwegs, Walking Eddie, Waalheimat, Ein Ostwestfale im Rheinland, Reise-Wahnsinn , sowie meine Wenigkeit. Einige kannten einander, so das die Begrüßung recht flott vonstatten ging.

Von Gruiten zum Neanderthal Museum

Selfie im neanderland

Yasmin verteilte die grünen Neanderlandtaschen, die oftmals noch als Fotomotiv herhalten mussten und wenig später starteten wir nach dem obligatorischen Selfie auf dem Neanderlandsteig. Dieser führte uns entlang der Düssel und vorbei an der Gaststätte „Im kühlen Grund“ zur Winkelsmühle. Hier erwartete uns Ute Stöcker von der Urtour.de. Bei unserer Wanderung durch das Neandertal unterhielt sie uns mit viel Wissenswerten und einige Anekdoten. Von der Bedeutung des Kalksteinabbaus im Neandertal sowie zur Namensgebung des Tals, über die höchst interessante Art hier im Tal die Felder zu düngen und anschließend Fisch zu ernten, bis hin zu geologischem Hintergrundwissen wurde uns alles geboten. Selbst die Veränderungen der früheren Geschichte, von Kinderspielplätzen und dem Freibad entlang der Düssel, den früheren Pferdetränken und der daraus resultierenden Wasserqualität, wurden angesprochen. Und so kam es, das die Zeit, wie im Fluge verging und wir kurz nach dem passieren des eiszeitlichen Wildgeheges vor dem Neanderthal Museum standen. Hier gab Ute Stöcker den Staffelstab an Jutta Nieder weiter.

Im Neanderhal Museum

Neandethal Museum im neanderland

Neandethal Museum

Jutta Nieder führte uns durch das Neanderthal Museum. Für mich als Jung-Mammut (kurz zuvor habe ich den 100km/24h-Mammutmarsch in Wuppertal erfolgreich beendet) fühlte mich hier natürlich pudelwohl. Mittels Kopfhörer, die wir zu beginn der Führung erhielten, war sie auch im größten Trubel immer gut zu verstehen. Auch hier erhielten wir fundiertes Wissen über das Neanderthal, den Neanderthaler als auch über seine Verbreitung und dessen Aussterben. Wobei ausgestorben sind die Neanderthaler eigentlich nicht, vielmehr gingen sie über. Dies wurde uns dann anhand von Schädeln eindrucksvoll gezeigt. Nicht nur für uns Erwachsene hat das Museum viel zu bieten, auch Kinder werden hier ihre Freude haben. Es gibt viel auszuprobieren und anzufassen. Und so verging die Zeit hier wieder rasch. Vor dem Museum mussten wir nun erst einmal unsere Kalorienspeicher auffüllen. Die Sonne schien und Yasmin war reichhaltig mit Rohkost eingedeckt, welches sie uns mit speziellem Mammutwürzsalz aus dem Museum reichte. Genau das richtige für mich als Mammut. Allerdings ließen wir uns zu viel Zeit, so das der geplante Weg durch das Stinderbachtal leider abgekürzt werden musste. Mein geliebtes Stinderbachtal auslassen. Na so was. Aber man muss Prioritäten setzen. Wartete doch die Landmetzgerei Hanten auf uns. Und ich hatte schon wieder einen mammutmäßigen Appetit.

In der Landmetzgerei Hanten

Frisches auf dem neanderland auf den Teller

Frisches auf dem neanderland auf den Teller

Das eine Metzgerei nur für mich aufmacht (also natürlich auch für alle anderen Blogger), das hatte ich noch nie. Und die Erwartungen waren hoch. Zum einen hatten uns wir tatsächlich alle einen guten Hunger angewandert, zum anderen lautet das Motto der Metzgerei: „Ohne Handwerk wird Genialität nicht zur Qualität.„. Na da wollen wir doch mal sehen! Und schon in der Metzgerei wird klar: Hier wird Regionalität großgeschrieben. Höhlenmalereien an den Wänden und ein Gallowayrind, das einem beim Essen auf den Teller schaut. Und auf den kamen nur regionale Spezialitäten aus dem neanderland. Einzig das Bier wird in Mönchengladbach gebraut, in der ältesten Altbierbrauerei der Welt. Das Rezept aber stammt aus dem neanderland. Genauso wie alle Zutaten in den Würsten oder dem Hammerschinken, dem Brot, dem Käse usw. Das hier noch alles handwerklich und mit viel Herz und Humor hergestellt wird, das konnten wir schmecken und auf der anschließenden Betriebsführung durch Philipp Lemmer auch noch sehen und riechen. Am liebsten hätten wir uns hier einsperren lassen. Aber der nächste Höhepunkt wartete schon auf uns. Und so ließen wir uns mit Taxen zum historischen Backhaus nach Erkrath fahren. Und als sollte es ein Zeichen sein, stand auf dem Taxikennzeichen ME-TT. Tja, das hatten wir auch gerade auf dem Teller.

Im historischen Backhaus zu Erkrath

Backen im neanderland

Backen im neanderland

Unser Taxifahrer wahr wohl etwas langsam. Fragende WhatsApps, wo wir bleiben, liefen ein. Und als wir dann endlich eintrafen, waren einige Bloggerkollegen schon mehlbestäubt und mit dem kneten von Brotlaiben beschäftigt. Nach kurzem aber intensiven Hallo, ging es dann auch für uns an die Arbeit. Galt es doch rund 40kg Brotteig in Form und Formen zu bringen. Aber bitte nicht drücken, nur kneten. Nach ersten Fehlversuchen klappte dies aber immer besser. Renate Ehlich und Rudolf Becker (nomen est omen) sprachen uns Mut zu, erklärten was wir besser machen könnten, und packten unsere Rohlinge nach kurzer Kontrolle in die Formen. Diese wurden dann schön von unten nach oben ins Regal gelegt. Die Reihenfolge ist wichtig, da die Brote in den oberen Regalen schneller gehen als in den unteren. Wärme steigt halt auf. Solche Feinheiten waren mir neu.  Das Brot welches wir hier backen macht auch satter als Industriebrot. Ist doch viel weniger Luft im Teig, sind die Poren doch kleiner. Gebacken wird im Steinofen. Vorgeheizt und ausgeräumt, kurz angefeuchtet passen alle unser Laibe dort hinein. Dazu wird eine Kette gebildet, damit der Weg aus den regalen in den Ofen möglichst schnell und reibungslos vonstatten geht. Schließlich sollen alle Brote gleichzeitig fertig werden. Während der 75-minütigen Backzeit erfahren wir wieder viel Wissenswertes. Über die Renovierung des Backhauses, darüber das nicht ganz klar ist, wie alt das Backhaus wirklich ist, über die Gegebenheiten, Rechte und Pflichten der früher backenden. Zudem gibt es einen alkoholfreien PriSecco des Sternekochs Stemberg aus Velbert. Danach ist die Neugier groß. Ist das Brot gelungen? Und wie. Ein Laib sieht leckerer aus als der andere. Erfolg auf der ganzen Linie. Es sind so viele Brote, dass wir einige an Besucher einer benachbarten Ausstellung verschenken. Natürlich packen wir auch unser neanderland-Taschen voll mit Broten. Gut, das Yasmin daran gedacht hat. Damit endet auch unser kulinarischer Blogger-Wandertag im neanderland. Ein Tag mit vielen tollen Eindrücken, leckeren regionalen Spezialitäten, tollen Menschen und lieben Bloggerkollegen.

 

Für Yasmin war es die zweite und wohl auch letzte Bloggerwanderung im neanderland. Sie zieht weiter zu neuen Ufern und hat das Touristisches Marketing Mettmann verlassen. Auf diesem Wege möchte ich noch einmal „Dankeschön“ sagen und ihr alles Gute für die Zukunft wünschen.

Nun folgen allerlei Links und Informationen:
Das wichtigste zuerst. Ich wurde zum Bloggerwandern durch das Touristisches Marketing Mettmann eingeladen. Dennoch berichte ich hier persönlich und ehrlich über meine Eindrücke.

Und schon geht es los mit den Organisatoren und Helfern dieses Tages. Ein großes „Dankeschön“ für die Unterstützung beim Bloggerwandern 2017.

Und wer sind die ganzen Wander/Reiseblogger beim Bloggerwandern? Das könnt ihr hier herausfinden.

Sabine (hier vertreten durch ihre Schwester) betreibt ist die Zypresse unterwegs.
Ingo ist der reine Reisewahnsinn.
Eva ist eine Hälfte der Waalheimat.
Carsten dreht als Walking Eddie Wandervideos wie dieses hier zu unserer Wanderung.
Marc ist ein Ostwef4le im Rheinland.

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